Gigabit-Ausbau in Linsengericht: Interesse bislang zu gering

Linsengericht
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Zur Infoveranstaltung der Breitband Main-Kinzig GmbH zum Gigabit-Ausbau in Linsengericht-Lützelhausen kamen mehr als 400 Menschen – zusätzlich hatten sich gut 100 Interessierte über den Livestream zugeschaltet.

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"Sie alle ließen sich informieren, viele stellten fleißig ihre Fragen, die genauso konstruktiv und detailliert wie die Antworten waren", teilt die Breitband Main-Kinzig GmbH in einer Pressemitteilung mit.

Bürgermeister Albert Ungermann (SPD) richtete zu Beginn der Infoveranstaltung deutliche Worte an seine Bürgerinnen und Bürger: „Sie haben hier die einmalige Möglichkeit, einen kostenlosen Glasfaseranschluss bis ins Haus gelegt zu bekommen. Es gibt keinen Grund Nein zu sagen. Nutzen Sie diese Chance. Eine zweite wird es nicht geben.“ Kreisbeigeordneter und Breitband-Aufsichtsratsvorsitzender Winfried Ottmann (CDU) äußerte sich ähnlich: „Wenn Sie nachher überzeugt sind, wenn Sie Ihre Fragen gestellt haben und wir sie beantwortet haben, dann füllen Sie die Grundstückseigentümererklärung aus, damit es in Linsengericht richtig rundgehen kann.“

Die Appelle hatten freilich ihren Grund: Die Quoten in Linsengericht sind für das kreiseigene Unternehmen nicht zufriedenstellend. Spitzenreiter ist aktuell Lützelhausen mit 58 Prozent, wohingegen es in Eidengesäß gerade mal 30 Prozent der Hauseigentümer sind, die das kostenlose Glasfaserkabel bis ins Haus bislang bestellt haben. Der Ausbau in Linsengericht soll im Laufe des kommenden Jahres schrittweise starten. Ziel ist eine Quote von mindestens 70 Prozent.

Landrat Thorsten Stolz (SPD) erläuterte, warum der Kreis und die Kreistochter Breitband Main-Kinzig dieses kostenlose Angebot überhaupt unterbreiten können: „Das geht nur, weil es uns gelungen ist, enorme Fördergelder hierher zu holen. Das sucht deutschlandweit seinesgleichen.“ Insgesamt 180 Millionen Euro steuern Land und Bund zum Gigabit-Ausbau im Main-Kinzig-Kreis bei, 20 Millionen kommen vom Kreis selbst.

Wichtiges Thema war der Ausbau in Altenhasslau und Eidengesäß – hier nämlich hat ein Privatanbieter vor langer Zeit bereits teilweise ein Kabelnetz gelegt. Überall dort, wo das der Fall ist, darf die Kreistochter nicht tätig werden. Denn: Auch über Kabel kann mit Gigabit-Geschwindigkeiten gesurft werden, deshalb dürfen die Fördergelder dort nicht verwendet werden. Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth erklärte, dass die Breitband Main-Kinzig GmbH in manchen Orten nicht oder nur teilweise ausbauen darf, und zwar dann, wenn in einem Gebiet bereits Kabelnetze verlegt wurden oder ein Privatanbieter den Ausbau plant. „Dann sind uns die Hände gebunden. Wir dürfen in diesen Fällen einfach nicht ausbauen.“ Stefan Hütte schob nach: „Es besteht allerdings auch wirklich kein Bedarf in den Straßen, in denen es bereits Kabelanschlüsse gibt. Denn diese sind ebenfalls gigabitfähig.“

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Von links: Stefan Hütte von Athanus Partners, Bürgermeister Albert Ungermann, Breitband-Aufsichtsratsvorsitzender Winfried Ottmann, Landrat Thorsten Stolz, Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth, Rolf-Peter Scharfe von Vodafone, Moderator Steffen Reith und Vodafone-Mitarbeiter Andreas Müller.


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