Bürgerbus: 2.000 Fahrten absolviert, 57.000 Kilometer gefahren

Der Linsengerichter Bürgerbus schreibt Erfolgsgeschichte. Bürgermeister Albert Ungermann freut sich über die hohe Akzeptanz des gemeindlichen Bring- und Holdienstes, für den derzeit eine Fahrerin.

Linsengericht
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Vier Männer und eine Frau in Linsengericht, allesamt im Ruhestand, investieren einen erheblichen Teil ihrer Freizeit und fahren im Ehrenamt den Bürgerbus der Gemeinde, der seit Februar 2020 mobilitätseingeschränkte Bürgerinnen und Bürger zu ihren Terminen beim Arzt, dem Physiotherapeuten oder im Krankenhaus bringt.

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„Schaltzentrale“ ist das Vorzimmer des Bürgermeisters Albert Ungermann (SPD) mit seinen Mitarbeiterinnen Verena Tasch und Jannah Meyer. Gemeinsam mit den Fahrern bilden sie ein hochmotiviertes Team, das sich besonders durch seine Flexibilität und das Eingehen auf individuelle Anliegen ihrer Fahrgäste auszeichnet. Zunächst gestoppt durch die Corona-Pandemie entwickelte sich der Rufbus rasch zum erfolgreichen Mobilitätsangebot ergänzend zum öffentlichen Nahverkehr. Die Zahlen sprechen für sich: Von Februar 2020 bis Anfang September 2022 absolvierte der Bürgerbus 2000 Fahrten (gezählt werden die Hinfahrten) und legte rund 57.000 Kilometer zurück.

Das Projekt Bürgerbus sei „ein wichtiger Beitrag zu mehr Selbstbestimmtheit und Lebensqualität unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind“, erläuterte Bürgermeister Ungermann zum Start des gemeindlichen Bring- und Holdienstes. SPD-Ortsvereinsvorsitzender Hans Jürgen Wolfenstädter hatte die Idee, in Linsengericht den kostenlosen Fahrservice eines Bürgerbusses anzubieten, an die Gemeinde herangetragen. Einstimmig folgte die Gemeindevertretung der Initiative und der Kontakt zur Stiftung „Miteinander in Hessen“, die zahlreiche Bürgerbus-Angebote landesweit fördert, konnte hergestellt werden. Die Betriebskosten für den Bus finanziert die Gemeinde Linsengericht; darüberhinaus über Spenden, die im Bus getätigt werden.

Anfänglich angelegt auf drei Tage pro Woche steht der Bürgerbus mittlerweile von montags bis freitags zur Verfügung; Arzt-, Physio- und Krankenhaustermine bilden den Schwerpunkt der Fahrten, die sich in der Regel in einem Radius von Linsengericht über Gelnhausen bis Gründau bewegen. Allerdings gilt auch hier, wie Verena Tasch und Jannah Meyer berichten, der Grundsatz der Flexibilität: „Wenn nötig, fahren wir unsere Passagiere im Ausnahmefall auch bis nach Frankfurt, Bad Orb, Schlüchtern oder Fulda.“ Die beiden Mitarbeiterinnen im Rathaus koordinieren die Einsätze und planen jeden Donnerstag für die nächste Woche. Da Arzttermine oftmals langfristig angelegt werden, stehen im Dienstplan der Fahrer allerdings bereits jetzt im September viele Einsätze bis in den Dezember hinein fest.

„Der Erfolg unseres Bürgerbusses lebt vom großen Engagement unseres Fahrerteams, das jederzeit bereit ist, auf die individuellen und speziellen Wünsche unserer Kunden einzugehen“, stellen Tasch und Meyer besonders heraus. Aber auch ihr Einsatz zeugt von großer Bereitschaft, zum Gelingen und reibungslosen Ablauf des Angebots beizutragen, denn ihnen obliegt die auf den jeweiligen Fahrgast ganz persönlich zugeschnittene Planung der Fahrten und Koordinierung der Fahrer.

Auch wenn der Wochenplanung eine feste Struktur zugrunde liegt, bleibt den Koordinatorinnen viel Raum für Flexibiliät. Zwar sind die Buseinsätze als Einzelfahrten geplant, doch gibt es viel Spielraum für zusätzliche Dienste, so Verena Tasch und Jannah Meyer: „Manchmal passen Termine und Fahrstrecken mehrerer Personen zusammen, so dass wir zusätzliche Fahrgäste mitnehmen können. Besonders während der Pandemie haben wir auf Anfrage hin auch Einkaufsfahrten angeboten“
Einen ganz besonderen „Sondereinsatz“ absolvierte der Linsengerichter Bürgerbus nach Ausbruch des Ukraine-Kriegs. Ausgeliehen an die „Ukraine-Hilfe Birstein-Brachtal“ wurde er an mehreren Wochenenden als Transport-Bus für gespendete Hilfsgüter eingesetzt, die die Vogelsberger Initiative an die polnisch-ukrainische Grenze brachte. Zeitweise nahm der Bus auf seiner Rückfahrt geflüchtete Familien mit zurück nach Deutschland.

Im Oktober wird es einen landesweiten „Bürgerbus-Tag“ in Marburg geben, an dem ein Teil des Linsengerichter „Bürgerbus-Teams“ teilnehmen wird: „Dort können wir uns austauschen und Anregungen mitnehmen, denn bei den zahlreichen hessischen Bürgerbus-Projekten bestehen ganz unterschiedliche Konzepte und Ideen.“

Die beiden Koordinatorinnen im Linsengerichter Rathaus sehen das Bürgerbus-Projekt weiterhin in der Entwicklung. Gerne würden sie das Fahrerteam erweitern und rufen daher Linsengerichter und Linsengerichterinnen dazu auf, sich dem Projekt als Ehrenamtliche anzuschließen.
Kontakt für Fahrservice und Fahrerbewerbungen
Verena Tasch, Tel. (06051) 709 -112 und Jannah Meyer Tel. (06051) 709-111

buergerbusungermann az

Der Linsengerichter Bürgerbus schreibt Erfolgsgeschichte. Bürgermeister Albert Ungermann freut sich über die hohe Akzeptanz des gemeindlichen Bring- und Holdienstes, für den derzeit eine Fahrerin.


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