Bürgermeisterwahl: Maximilian Pfannkuch setzt auf frische Impulse und langfristige Planung

Foto: Leo Hecht

Linsengericht

Der 22-jährige Maschinenwesenstudent Maximilian Pfannkuch will Bürgermeister von Linsengericht werden – "nicht, um alles auf den Kopf zu stellen, sondern um die Gemeinde mit modernen Ideen für die kommenden Jahrzehnte abzusichern", teilt er in einer Pressemitteilung mit.

Harth & Schneider
Höfler Fenster
VORSPRUNG - Anruf genuegt

Er sei in Linsengericht verwurzelt und kenne die Gemeinde aus der Perspektive einer Generation, die hier ihre Zukunft plane. „Ich möchte, dass Linsengericht auch in 15 oder 20 Jahren noch handlungsfähig und attraktiv ist“, erklärt er. Sein Hintergrund sei dabei eher praktisch geprägt: Neben dem Studium an der TU München betreibt er laut eigenen Angaben mit Freunden eine kleine Firma für Veranstaltungstechnik. Dort habe er gelernt, dass es am Ende darauf ankomme, dass die Technik laufe und das Budget stimme.

Den demographischen Wandel als Aufgabe verstehen

Ein Thema, das Pfannkuch besonders am Herzen liegt, ist die Zukunft der Verwaltung. "In den nächsten 10 Jahren wird rund ein Drittel der Belegschaft im Rathaus in den Ruhestand gehen. Das ist eine enorme Herausforderung, aber auch eine Chance, Abläufe von Grund auf effizienter zu gestalten“, so Pfannkuch. Ihm gehe es darum, das wertvolle Wissen der erfahrenen Mitarbeiter zu sichern und gleichzeitig durch digitale Werkzeuge Freiräume für die wirklich wichtigen Anliegen der Bürger zu schaffen.

Auch beim Thema Finanzen blickt er genau hin. Den Bau des neuen Rathauses sieht er kritisch – vor allem wegen der hohen Kosten, die nun die kommenden Haushalte belasten würden. Sein Ansatz für die Zukunft: Prioritäten setzen. Er möchte das lokale Handwerk stärken, da hier die Wertschöpfung und die Gewerbesteuer direkt im Ort bleiben würden. „Wir müssen Flächen klug nutzen. Statt großer Ketten, die ihre Gewinne oft andernorts versteuern, sollten wir Platz für lokale Betriebe und Start-ups schaffen“, findet er. So könnte man auch Leerstände in den Ortskernen, wie etwa beim Hanauer Hof, mit neuem Leben füllen.

Technik, die den Bürgern hilft

Pfannkuch ist überzeugt, dass Digitalisierung kein Selbstzweck ist, sondern den Alltag erleichtern muss. Auf seiner Website will er das bereits mit einer interaktiven 3D-Visualisierung der Gemeinde zeigen. „Das ist noch kein vollumfänglicher ‚digitaler Zwilling‘, aber es gibt einen Ausblick darauf, wie man mit Digitalisierung Flächen- und Bauplanung vereinfachen kann“, erklärt er. Sein Ziel ist ein Rathaus, das den Bürgern Wege abnimmt – etwa durch sein selbst programmiertes Beschwerdeportal, über das Probleme unkompliziert gemeldet werden können.

Bodenständig und ausdauernd

Seine Freizeit verbringt Pfannkuch am liebsten sportlich – früher auf dem Handballfeld beim TV Gelnhausen, heute beim Segeln. Diese Erfahrungen hätten ihn geprägt: „Man lernt, dass man nur durch Ausdauer und faire Zusammenarbeit ans Ziel kommt.“ Genau diesen Teamgeist möchte er auch ins Rathaus tragen. Er wisse, dass er sich das Vertrauen, aufgrund des jungen Alters, der Mitarbeiter und der Bürger erst erarbeiten muss.

Pfannkuch tritt für die FDP an, sieht sich aber in erster Linie als Linsengerichter, der sachliche Lösungen über Ideologien stellt. Er möchte ein Bürgermeister sein, der zuhört, anpackt und die Chancen der modernen Welt nutzt, um die Heimat zu bewahren.

maximilianpfannkuch az

Foto: Leo Hecht


Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de