Die Energiewende sei längst keine abstrakte Theorie mehr, sondern messbare Realität: "Ein Blick auf die Zahlen des vergangenen Jahres 2025 zeigt, wo die Reise hingeht: Der Anteil der Erneuerbaren an der öffentlichen Nettostromerzeugung lag bereits bei knapp 56 Prozent. Die Photovoltaik hat erstmals die Braunkohle überholt. Der Ausbau läuft – die Frage ist nur: Lassen wir zu, dass die Wertschöpfung woanders landet, oder holen wir sie direkt zu uns nach Linsengericht? Mein Plan: Vom Einspeiser zum Selbstversorger. Lange Zeit galt: Solar aufs Dach, einspeisen, abwarten. Doch diese Logik ist veraltet. Bei einer Einspeisevergütung von 7,86 Cent/kWh (Stand August 2025), Tendenz sinkend ist klar: Der wahre Hebel für den Geldbeutel liegt im Eigenverbrauch. Ich fordere, dass wir die neuen gesetzlichen Möglichkeiten konsequent nutzen. Seit 2025 sind alle Stromlieferanten verpflichtet, dynamische Stromtarife anzubieten. Wer seinen Verbrauch durch Speicher, E-Autos oder Wärmepumpen klug steuert, spart massiv. Mein Programm setzt genau hier an: Wir müssen die Organisation so einfach machen, dass jeder Bürger zum Selbstversorger werden kann.
Das 9-Punkte-Programm: Organisieren statt Moralisieren
"Ich schlage ein konkretes Maßnahmenpaket vor, das nicht auf teure Subventionen setzt, sondern auf kluge Organisation:
1. Online-Wissensdatenbank: Ich fordere eine Plattform „Solar in Linsengericht“. Klartext statt Chaos: Checklisten zu Statik und Brandschutz sowie Musterunterlagen müssen für jeden frei zugänglich sein.
2. Kostenlose Infoabende: Wissen darf nichts kosten. Ich will regelmäßige Vorträge zu Speicherlogik und Smart Metern etablieren, bei denen lokale Betriebe als Partner eingebunden werden.
3. Muster-Warenkörbe: Wir brauchen Transparenz. Ich fordere standardisierte Warenkörbe für 3, 10 und 15 kWp, damit Bürger Angebote vergleichen können und nicht für Unnötiges zahlen.
4. Sammelbestellungen zu Großhandelspreisen: Die Gemeinde muss als Koordinator auftreten. Durch den Einkauf ganzer Containerladungen ohne Gewinnabsicht können wir Modulpreise von etwa 49 Euro direkt an die Bürger weitergeben.
5. Kommunaler Verleih: Ich fordere, dass unser Bauhof zum „Ermöglicher“ wird. Gerüste, Absturzsicherungen und Anhänger sollen günstig verliehen werden. Oft scheitert das Projekt am Gerüstpreis – das müssen wir ändern!
6. Smart-Meter-Lotsenstelle: Schluss mit der Bürokratie. Wir brauchen eine Stelle, die bei der Anmeldung hilft und die Kommunikation mit den Stadtwerken beschleunigt.
7. Starke Partnerschaft mit dem Handwerk: Mein Plan sieht vor, das lokale Handwerk zu stärken. Die Kommune erleichtert den Zugang, aber Abnahme und Netzanschluss bleiben in den Händen unserer Fachbetriebe. Das sichert Qualität und lokale Jobs.
8. Agri-PV nutzen: Ich will, dass Linsengericht Vorreiter bei der Agri-Photovoltaik wird. Strom ernten, ohne Landwirtschaftsfläche zu verlieren – das löst Flächenkonflikte und schafft zusätzliche Einnahmen für unsere Landwirte.
9. Bürger-Solargenossenschaft mit Vorkaufsrecht: Große Anlagen gehören in Bürgerhand. Ich fordere ein striktes Vorkaufsrecht für Einwohner bei neuen Solarprojekten. Das Kapital und die Rendite müssen im Ort bleiben.
Vision 2040: Ein Linsengericht, das vorangeht!"
Sein Blick auf das Jahr 2040 sei voller Optimismus: "Stellen Sie sich ein Linsengericht vor, das seine Energie selbst produziert. Jedes öffentliche Dach – ob Schule, Kita oder Rathaus – glänzt zudem mit Solarpanels und füllt unsere Gemeinschaftskasse. Unsere Supermarkt Parkplätze sind moderne Solar-Carports, die Schatten spenden und gleichzeitig unsere E-Autos laden. Wir bauen ein Netz aus Speichern und intelligenten Lösungen, das uns krisenfest und unabhängig macht. Das ist kein fernes Ideal, sondern ein greifbares Versprechen an die nächste Generation. Dieses Programm ist mein Angebot an Sie: Machen wir Linsengericht zum strahlenden Vorbild für bezahlbare, saubere und selbstbestimmte Energie. Lassen Sie uns gemeinsam die Sonne anzapfen und Wohlstand für alle schaffen!"
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de