Neben den Mitgliedern der Freien Wählergemeinschaft konnte Bürgerlisten-Vorsitzender Ruben Hundhausen beim 19. Kommunalpolitischen Aschermittwoch eine Reihe von interessierten Gästen im Geislitzer Hasenheim begrüßen, da dieser erstmals öffentlich ausgerichtet wurde.
In der von Annette Braun liebevoll dekorierten Veranstaltungsstätte war der Bürgermeister- und Kommunalwahlkampf förmlich zu spüren und zwar nicht nur anhand von ausliegenden Broschüren, Kugelschreibern, Blöcken, Ansteckpins und Flaschenöffnern und markanten sogenannten „Rollups“, sondern auch dem anschließenden Programm des Abends, welches einmal mehr durch eine Präsentation von Pressewart und Gemeindevorstandsmitglied Sebastian Dein ergänzt wurde.
Nach Ruben Hundhausens Begrüßung mit Kurzrückblick auf den bisherigen Wahlkampf, stellte sich Bürgermeisterkandidatin Nicole Dein vor und betonte erneut, dass sie die vielfältigen Aktivitäten der Bürgerliste seit rund einem Jahr von Beginn an nicht als „One-woman-Show“, sondern als Teamarbeit gesehen habe und bedankte sich mit kleinen Geschenken bei einigen Anwesenden für deren besonderes Engagement, „egal ob beim Gestalten und Verteilen der Broschüren, Banner und Plakate, der Veröffentlichung von Pressemitteilungen oder die Betreuung von Homepage und Social-Media-Kanälen oder einfach auch manchmal nur ein wenig moralische Unterstützung oder ein paar nette Worte“.
Danach machte sie anhand von drei Themen deutlich, wie vielfältig ihre Erfahrungen im bisherigen Wahlkampf waren: Nach entsprechenden Vorschlägen aus der Bevölkerung will sie sich unter anderem für wieder einzuführende Öffnungszeiten im Rathaus auch ohne Terminvereinbarung ebenso einsetzen, wie für eine Seilbahn auf dem Spielplatz in Waldrode, wo sich die Kinder und Jugendlichen schon konkrete Gedanken gemacht haben, wie man so etwas gestalten könne, ohne die dortigen jährlichen anderen Veranstaltungen zu beeinträchtigen. Auch die zahlreichen ehrenamtlichen Initiativen im Linsengericht, beispielsweise wie der Dorfverein Lützelhausen, der seit Monaten das 700-jährige Jubiläum des Ortes vorbereitet, gelte es, entsprechend zu unterstützen.
Im Anschluss beantwortete sie zahlreiche Fragen aus der Runde der anwesenden Bürgerinnen und Bürger und Mitgliedern der Bürgerliste, insbesondere zu Themen wie barrierefreie Veranstaltungsstätten (u.a. Bürgersaal Altenhaßlau) und Problemen im Straßenverkehr und Parkverhalten. Auch die finanzielle Lage der Gemeinde, die sich nicht nur durch die notwendigen Großprojekte (Feuerwehrhäuser Eidengesäß und Südwest, Kindertagesstätte Altenhaßlau und Rathausneubau) in den letzten Jahren ergeben hat, war Gegenstand der Diskussion. Neben den laufenden hohen Kosten (u.a. für die Kindertagesstätten 5 Mio. Euro) und die zunehmenden Aufgaben durch Gesetze und Verordnungen von Bund und Land ist der Spielraum der Gemeinde Linsengericht inzwischen nicht allzu groß. Das Konnexitätsprinzip (Wer bestellt, bezahlt die Kosten) ist in keiner Weise gegeben. „Unsere Zielsetzung muss sein den Erhalt der guten Infrastruktur zu sichern und maßvolle punktuelle Verbesserungen zu erreichen“, so die Bürgermeisterkandidatin.
Nach der Frage- und Diskussionsrunde stellten sich dann alle anwesenden Kandidatinnen und Kandidaten der Bürgerliste für die Wahl der neuen Linsengerichter Gemeindevertretung mit ihrer Vita, sowie ihren Schwerpunkten und Zielen kurz vor: „Wir haben eine gute Mischung aus Erfahrung, neuen Ideen, verschiedenen beruflichen Hintergründen und auch Motivationen, die es jedoch auch braucht, um in der Gemeindevertretung und deren Ausschüssen präsent und stark vertreten zu sein“, fand nicht nur Bürgermeisterkandidatin Nicole Dein, die sich sichtbar stolz auf das hinter ihr stehende Team der Bürgerliste zeigte.
Kreisausschussmitglied Heinz Breitenbach berichtete sodann gemeinsam mit dem im Laufe des Abends eingetroffenen Spitzenkandidaten und Fraktionsvorsitzenden der Freien Wähler Main-Kinzig Carsten Kauck über die aktuellen Themen im Main-Kinzig-Kreis. „Es gilt insbesondere die Main-Kinzig-Kliniken als kommunales Krankenhaus zu stärken und einzelne Bereiche auszubauen“, so Carsten Kauck, der auch im Aufsichtsrat der Main-Kinzig-Kliniken tätig ist. Erfreuliches für die Gemeinde Linsengericht konnten die beiden Kreispolitiker auch mitteilen. Für Sanierungsarbeiten an der Haselaschule und der Geisbergschule sind Finanzmittel in Höhe von jeweils 4 Mio. Euro vorgesehen.
Die Freien Wählern Main-Kinzig (Listenplatz 6) sind seit 2001 im Kreistag. Sie vertreten die Interessen der heimischen Freien Wählergruppen auf Stadt- und Gemeindeebene. Die Zielsetzung ist seit Gründung 1992 auch auf Kreisebene überparteilich zu agieren um bürgerfreundliche Politik zu gestalten. Eine konkurrierende FW Wähler Partei (Listenplatz 9) auf Kreisebene ignoriert die Grundsätze der Freien Wählergemeinschaften und ist auf kommunaler Ebene keine Alternative.
„Mit Liste 6 für die Gemeindevertretung Linsengericht und den Kreistag, sowie Ihrer Stimme für Nicole Dein als Linsengerichter Bürgermeisterin machen Sie alles richtig“, fasste es Ruben Hundhausen bei seinem abschließenden Dank an die Organisatoren des diesjährigen kommunalpolitischen Aschermittwochs mit einem Augenzwinkern einprägsam zusammen, bevor bei Laugengebäck und Getränken der Abend bei interessanten Gesprächen gemütlich ausklang.

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