Die Zwangsversteigerung des ehemaligen Hotel- und Gaststättenbetriebs „Hufeisenhof“ in Linsengericht scheint endgültig vom Tisch.
Die Zwangsversteigerung des ehemaligen Hotel- und Gaststättenbetriebs „Hufeisenhof“ in Linsengericht scheint endgültig vom Tisch.
Ein Unternehmen aus Oberhausen, die „IPM Immobilien GmbH“, soll das im Wald gelegene Grundstück samt Gebäude gekauft haben. Der Kaufpreis liegt offenbar deutlich unter dem Schätzwert von 810.000 Euro.
Kerstin Reußwig, bislang gemeinsam mit Dieter Robert Reußwig Eigentümerin des Hufeisenhofes, hat bereits Kontakt zu Hagen Mootz aufgenommen. Der Gelnhäuser hat mit seinem Unternehmen „Mootz & Partner“ die Verwaltung des Gebäudes übernommen. Laut Reußwig wurde ihr allerdings noch nicht mitgeteilt, welche Pläne es für das Anwesen gibt. Sie selbst wohnt weiterhin auf dem Gelände, bislang wurde ihr noch kein Auszugstermin mitgeteilt. Der Grundbucheintrag für den Kauf durch die „IPM Immobilien GmbH“, die zu einer Unternehmensgruppe gehört, wurde offenbar auch noch nicht vollzogen. Die Insolvenzverwaltung der Betreibergesellschaft des Hufeisenhofes liegt in den Händen des Gelnhäuser Rechtsanwaltes Frank Bayer. Bei einem Versteigerungstermin im April dieses Jahres waren zwar zahlreiche Personen anwesend, ein Gebot war allerdings nicht abgegeben worden.
Der Hufeisenhof wurde 1950 erbaut und von 1960 bis Ende des vergangenen Jahrhunderts vom evangelischen Gemeindeverband Frankfurt als Freizeitheim genutzt. 1999 kauften Kerstin und Dieter Robert Reußwig die Anlage, zu der 6.000 Quadratmeter Waldfläche, 500 Quadratmeter Straße und 14.000 Quadratmeter Hotelgrundstück gehören. Zuletzt hatte das Hotel 26 Doppelzimmer sowie einen Tagungsraum mit 30 und einen Speisesaal mit 100 Plätzen. Zum Gastronomiebetrieb zählten das Restaurant, das Bogenzimmer und die Terrasse mit insgesamt noch einmal 240 Plätzen. Aus persönlichen Gründen suchte Kerstin Reußwig seit 2011 einen Käufer für den Hufeisenhof und schloss ein Jahr später den Betrieb. Als Hauptgläubiger trat in dem Insolvenzverfahren die Kreissparkasse Gelnhausen auf, die Grundschulden in Höhe von zirka 800.000 Euro (1,6 Millionen DM) plus Zinsen geltend gemacht hat.
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