Teures Verwaltungshandeln: „Erdhaufen“ nach Jahren entsorgt

Linsengericht

In den letzten Wochen waren intensive Bau und Erdarbeiten im Industriegebiet „An der Wann“ zu beobachten.

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Nach etwa über vierjähriger Lagerzeit wurde endlich der überschüssige „Erdhaufen“ von Seiten der Gemeinde Linsengericht für über 140.000 € entsorgt.

Wie allseits bekannt, hatte sich die Gemeinde Linsengericht beim Verkauf des Grundstückes vertraglich mit der Fa. Goodmann verpflichtet, etliche Tausend­kubikmeter Erde zu Lasten der Gemeinde zu übernehmen. In einem von der CDU – Fraktion in 2014  beantragten Akteneinsichtsausschuss wurde festgestellt: Die Erde wurde ohne Beschluss von Gemeindevorstand bzw. Gemeindevertretung vertraglich von Bürgermeister Ungermann sowie dem 1. Beigeordneten Bluhm übernommen. Das handeln von der Spitze des Rathauses wurde als allgemeines Verwaltungshandeln bezeichnet mit der damaligen politischen Unterstützung der beiden Fraktionen von SPD und Bündnis 90 die Grünen. Hinzu kommt aktuell noch die falsche Lagerung der Erde. Im Gegensatz zu den Auflagen der behördlichen Genehmigung wurde alle Erde auf einen hohen Haufen getürmt, was zu einer starken Verdichtung der unteren Erde führt. Diese musste jetzt mit besonders schwerem Gerät mühsam und kostenintensiv „aufgebrochen“ werden.

Wenn man sich jetzt aber die entstandenen Kosten von Entsorgung und, Transport des „Erdhaufens“ von über 140.000 € ansieht, muss die Frage gestellt werden: Kann so etwa Verwaltungshandeln in Linsengericht sein? Für den CDU – Fraktions­vorsitzenden Joachim Schmidt ist das verbranntes Geld, was letztlich die beiden Herren Ungermann u. Bluhm gegenüber den Bürgerinnen und Bürger in Linsengericht zu verantworten haben. Im Nachgang muss man festhalten: hier wurde ohne Not zu Lasten der Bürger von Linsengericht gehandelt. Diese 140.000 € fehlen letztlich im Haushalt und können nicht für andere sinnvolle Dinge zum Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger im Linsengericht eingesetzt werden. Gerade im kommunalen Bereich sollte man doch annehmen, dass solche Entscheidungen in den Gemeindegremien fallen und nicht im Hinterzimmer des Bürgermeisters. Denn die Zeche für solche Entscheidungen zahlen die Bürgerinnen und Bürger - so zum Abschluss der CDU – Fraktionsvorsitzende Joachim Schmidt.

Foto: Schweres Gerät musste die bereits über die Jahre verfestigte Erde entsorgen.


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