„Hass und Terror sind überwindbar"

Bernd Klippel aus Eidengesäß, Obmann der Sudetendeutschen im Altkreis Gelnhausen (vorn) mit dem Deutschen Botschafter in Prag, Andreas Künne, während der Gedenkfeier am Jahrestag des Massakers von Aussig (Usti ad Labem, Tschechien).

Eidengesäß

Alljährlich macht sich der Eidengsäßer Bernd Klippel, Obmann der Sudetendeutschen im Altkreis Gelnhausen, auf den Weg ins rund 500 Kilometer entfernte Aussig an der Elbe (Usti ad Labem, Tschechien), um dort gemeinsam mit Zeitzeugen, ihren Nachkommen, VertreterInnen der Stadt, der katholischen Kirche und der Jüdischen Gemeinde sowie teils jungen tschechischen Gästen der Opfer des Massakers von Aussig, begangen 1945 von tschechischen Rebellen an Sudetendeutschen, zu gedenken.

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„In diesem Jahr haben wir nicht nur unserer eigenen Geschichte gedacht“, so Klippel, „sondern wollten mit unserem Gedenken ein Signal aussenden an die vielen Konfliktherde weltweit, insbesondere aber an die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Russland und der Ukraine sowie Israelis und Palästinensern.“ Am Beispiel der heute bestehenden Freundschaft zwischen Tschechen und Sudetendeutschen wolle man aufzeigen, dass Hass und Terror überwindbar seien und ein vertrauenswolles Miteinander entstehen könne, sofern der Wille auf beiden Seiten vorhanden sei, schreibt Klippel in einer Pressemitteilung.

Auch unter den Sudetendeutschen, die nach ihrer Vertreibung im Altkreis Gelnhausen eine neue Heimat fanden, habe die Bereitschaft zur Aussöhnung erst wachsen müssen: „Es hat viele Jahre gebraucht, gegenseitige Achtung und Vertrauen aufzubauen. Heute ist es selbstverständlich, dass sich gerade junge Tschechen und Sudetendeutsche auf zahlreichen Treffen und in gemeinsamen Initiativen regelmäßig begegnen.“

Der Linsengerichter, dessen Familie mütterlicherseits aus Aussig stammt, begrüßte es besonders, dass Aussigs Oberbürgermeister Petr Nedvedicky den Deutschen Botschafter in Prag, Andreas Künne, unter den TeilnehmerInnen an der Gedenkfeier begrüßen konnte. Künne habe ebenfalls die internationale Signalwirkung der Versöhnung von Tschechen und Sudetendeutschen hervorgehoben. Klippel, der auch gewähltes Mitglied der Sudetendeutschen Bundesversammlung für die Heimatlandschaft Elbetal sowie erweitertes Mitglied des Bundesvorstands der Seliger-Gemeinde (Sudetendeutsche Sozialdemokraten).ist, unterstreicht in seinem Pressetext die Worte Künnes auf der Benes-Brücke: „Der Deutsche Botschafter hat deutlich zu verstehen gegeben, dass ein gefestigter Frieden in Europa ohne die dauerhafte und beständige Freundschaft zwischen Tschechen und Sudetendeutschen nicht gewährleistet sei. Die Aggressoren in Ukraine- und Nahostkrieg sollten ins Herz Europas schauen, in dem noch vor wenigen Jahrzehnten Hass und Terror regierten und heute ein reger friedvoller Austausch besonders unter der jungen Generation eine alltägliche Selbstverständlichkeit ist.“

sudetenklippel az

Bernd Klippel aus Eidengesäß, Obmann der Sudetendeutschen im Altkreis Gelnhausen (vorn) mit dem Deutschen Botschafter in Prag, Andreas Künne, während der Gedenkfeier am Jahrestag des Massakers von Aussig (Usti ad Labem, Tschechien).


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