Der Flussregenpfeifer - eine der gefährdesten Arten in Hessen

Großenhausen
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Der Diavortrag zu dem der NABU Großenhausen für Freitag, 7. Februar einlädt, befasst sich mit dem Flussregenpfeifer.

Die Veranstaltung beginnt um 20:00 Uhr in der Alten Schule in Großenhausen, Im Vorderdorf 12. Parkplätze befinden sich auch im Umfeld der ehemaligen Filiale der VR-Bank Main-Kinzig-Büdingen eG in der Ortsmitte.

Ursprüngliche Lebensräume des Flussregenpfeifers waren flache Ufer unverbauter Flüsse. Heute besiedelt er fast nur noch vom Menschen geschaffene "Ersatzbiotope": vegetationsfreie Kiesflächen oder Rohböden in Wassernähe. Als Pionierbiotope dienen dem Vogel gelegentlich auch Rieselfelder, Klärteiche, Überschwemmungsflächen und Großbaustellen. Durch Gewässerbegradigungen wurde der kleine zarte Vogel sehr selten. Er sieht seinem Küsten bewohnenden Verwandten, dem Sandregenpfeifer, sehr ähnlich. Auffällig ist seine typische Bewegungsweise. Wie auf Rädern "rollt" er über den Kies oder Schlamm, bleibt plötzlich stehen und verharrt regungslos auf Beutesuche. Seine Nahrung besteht überwiegend von Boden bewohnenden oder dicht unter der Oberfläche lebenden Insekten und deren Larven, von Spinnen und Würmern. Sämereien, Krebstieren und Mollusken werden auch nicht verschmäht. Die Brutzeit ist April bis Juli mit Schwerpunkt im Mai. Als Zugvogel überwintern die europäischen Populationen in Afrike zwischen Sahara und dem Äquator.

Der Flussregenpfeifer kommt in Hessen fast nur in großen Flussauen und im Rhein-Main-Gebiet vor. Wenige Paare finden sich an der Eder und in Renaturierungsflächen an Lahn und Fulda. In großen Steinbrüchen tritt er auch kontinuierlich auf. Hin und wieder werden gekieste Flachdächer besiedelt. Seine Bestände haben sich seit 1993 nahezu halbiert. Man geht von 100 bis 200 Revieren aus. Da geeignete Brutplätze häufig einer raschen Veränderung unterliegen, sind Maßnahmen wie KIesaufschüttungen nicht immer zielführend. Viel wichtiger sind der Schutz und die Renaturierung natürlicher Fließgewässer, sowie die Erhaltung von Brachflächen. Der Vogel muss unbedingt mehr in den Fokus des Naturschutzes gebracht werden.

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