NABU-Insektensommer Teil II: Das große Krabbeln startet wieder

Großenhausen

Vom 2. bis 11. August heißt es wieder eine Stunde lang Insekten beobachten und zählen.

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Eine besondere Rolle spielt dabei, wie bereits bei Teil I, die Feuerwanze. Feuerwanzen - einzeln, zu zweit oder auch mal gesellig in großen Gruppen sind fast überall anzutreffen. Sie haben knallige Farben und tragen ein auffäliges rot-schwarzes Muster als Warntracht. Diese Warntracht soll Fressfeinde abschrecken. Feuerwanzen sind aber völlig harmlos - sowohl für Tiere als auch für uns Menschen, sie tun eben nur gefährlich. Ganz schön clever diese Sechsbeiner!

Ein besonderer Fokus liegt auf den Top 8: Schwalbenschwanz, Kleiner Fuchs, Ackerhummel, Holzbiene, 7-Punkt-Marienkäfer, Grünes Heupferd, Blaugrüne Mosaikjungfer und Streifenwanze. Mitmachen geht ganz einfach: Es reicht, sich für eine Stunde an einem sonnigen, eher windstillen Tag einen schönen Platz zu suchen. "Man fokissiert sich auf einen Umkreis von zehn Metern und notiert alle Sechsbeiner, die man sieht", erklärt Möller vom NABU Großenhausen. Einfacher wird es mit  einer Lupe, einem Bestimmungsbuch und einer Zählhilfe, die man sich unter www.insektensomme.de herunterladen kann. Zu melden sind wie viele Exemplare einer Art innerhalb einer Stunde gleichzeitig zu sehen waren. Die Ergebnisse lassen sich unter www.insektensommer.de an den NABU melden. Meldeschluß ist der 18. August 2024. 

Möller empfiehlt noch folgende Bestimmungshilfen: Zu über 500 Arten gibt es Bilder und Infos unter www.NABU.de/Insekensommer/app. Mit dem NABU Insektentrainer werden 34 der in Deutschland häufig vorkommenden Arten auch als Raupen, Puppen und Larven vorgestellt: www.insektentrainer.de. Mit dem Foto-Bestimmungsschlüssel www.NABU.de/insektenschlüssel lassen sich einfach Insektengruppen unterscheiden.

Studien zeigen, dass die Insekten in Deutschland drastisch zurückgehen. Intensive Landwirtschaft, der Pestizideinsatz, die Ausräumung der Landschaft und Eintragung von Emissionen sind nur einige Gründe für den Insektenschwund. Sie sind unverzichtbar für uns Menschen und die gesamte Natur. In unseren Ökosystemen tragen sie unter anderem zur Vermehrung von Pflanzen sowie zur Fruchtbarkeit des Bodens bei.


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