Mindestens fünf bis sechs Grad Celcius in der Nacht und Regen sind der Startschuss für die alljährliche Amphibienwanderung.
Dabei ist mit Gras- und Springfröschen sowie mit Erdkröten zu rechnen. Sie sind die ersten, die sich nun auf Hochzeitsreise zu ihren Laichgewässern begeben. Oft müssen sie Straßen überqueren, die zur gefährlichen Todesfalle werden können. Der NABU bittet deshalb Autofahrer , in der Dämmerung vorsichtig zu fahren und Rücksicht auf die liebestrunkenen Lurche zu nehmen. "Überall, wo die wechselwarmen Tiere unterwegs sind, sollte man auf Tempo 30 heruntergehen, um die Kröten, Frösche und Molche nicht unnötig zu gefährden", erklärt Norbert Möller, Vorsitzender des NABU Großenhausen. Eine oft unterschätzte Gefahr sei zudem der Strömungsdruck der Fahrzeuge. Bei Geschwindigkeiten von über 30 Kilometern pro Stunde werden auch Amphibien getötet, die am Straßenrand sitzen. Denn der Strömungsdruck, das Barotrauma, verletzt ihre inneren Organe. Manchmal bleiben die Frösche und Kröten sogar auch längere Zeit auf der warmen Fahrbahn sitzen und werden dann ein leichtes Opfer anrollender Fahrzeuge.
Der NABU Großenhausen hat auch in diesem Jahr und erstmals zusammen mit seiner Naturschutzjugend (NAJU) am 4. März am Feuerlöschteich den Amphibienschutzzaun aufgestellt. Die Kinder waren mit Interesse und Eifer dabei dafür zu sorgen, dass Frösche und Co. ihr Laichgewässer wieder möglichst gefahrlos erreichen können. Nun heißt es, morgens und abends den Krötenzaun abzugehen, die in den Eimern sitzenden Amphibien zu zählen und in Transporteimern sicher über die Straße zum Teich zu bringen.



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