Häufig rufen besorgte Menschen beim NABU an, weil sie eine junge Fledermaus gefunden haben.
Ausgewachsene Zwerg- und Mückenfledermäuse werden oft mit Jungtieren verwechselt. Sie haben lediglich die Größe eines Daumens, während die Fledermaus-Babys echte Winzlinge sind von der Größe einer Hummel.
Findet man nun ein solches Jungtier, sollte es vorsichtig mit Handschuhen aufgenommen und in eine Schachtel mi Luftlöchern gesetzt werden. Dabei ist zu beachten, daß die Luftlöcher sehr klein sind und die Schachtel gut zu veschließen ist. Die Schachtel stattet man mit viel zerknülltem Toilettenpapier oder einem weichen Tuch aus. Mit einer Pipette, einer Spritze oder Pinzette kann man dem Winzling lauwarme Wassertröpfchen anbieten. Das Behältnis ist dann an einen katzensicheren Ort zu stellen. In der Nähe des Fundortes geht man auf Quartiersuche. Findet man das Fledermausquartier, wird das kleine Wesen zurück in die Wochenstube geschoben. Die Mutter erkennt es am Geruch und versorgt es weiter.
Lässt sich das Quartier nicht ausfindig machen, gibt es noch eine weitere Möglichkeit: Hierzu braucht man eine mit warmem Wasser (37 Grad C) gefüllte Getränkeflasche, über die man eine Socke zieht. Die Flasche stellt man in eine Plastikschüssel. Mit Einbruch der Dämmerung setzt man das Findelkind an die warme Flasche und stellt diesen "Kuschelturm" hoch und katzensicher in der Nähe des Fundortes auf. Jetzt hilft nur noch hoffen und warten, daß die Fledemausmutter ihr Baby rufen hört und es abholt.
Führt dies jedoch nicht zum Erfolg, so können weitere Hilfsmaßnahmen dann nur von fachkundigen Personen vorgenommen werden. Wer also einen solchen Fledermaus-Findling aufgenommen hat, sollte sich an das bundesweite NABU-Fledermaustelefon unter der Nr. 030-284 984 5000 wenden. Hier werden regionale Ansprechpartner und Experten der NABU-Landesarbeitsgruppe Fledermausschutz vermittelt. Bei weiteren Fragen rund um die Fledermäuse hilft auch der NABU Großenhausen unter Tel. 06051/68584.
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