„Herausragende Lage wird zu wenig genutzt“

Bischofsheim

„Wenn wir in der Wohnungsbaupolitik und der Ansiedlung von Gewerbe nicht bald entgegensteuern, dann laufen wir Gefahr, dass Maintal eine Durchfahrtsstadt zwischen Hanau und Frankfurt wird“, sagt SPD-Bürgermeisterkandidaten Sebastian Maier.

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Vom Wachstumsschub, den der Neubau der Europäischen Zentralbank (EZB) und die allgemeine Entwicklung im Frankfurter Osten ausgelöst haben, habe die Stadt bisher nicht profitieren können.

Ein weiterer Beleg für diese Einschätzung war der gemeinsame Besuch mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Sascha Raabe bei der Eisele AG im Stadtteil Bischofsheim. Claus Eisele, Inhaber des international aktiven Unternehmens für Kranarbeiten und Schwertransporte, stört sich am Erscheinungsbild der Ortseingänge und der Gewerbegebiete. In Litauen hat sein Unternehmen gerade den Rückbau eines Atomkraftwerks als neuen Großauftrag erhalten. Um marode Zustände zu erleben, muss Eisele aber nur die Straßen rund um seinen Firmensitz ablaufen. „Hier ist überall Wildwuchs. Lastwagen parken kreuz und quer, die Randsteine sind Schrott, bei Regen laufen die Kanäle über. Die Stadt macht hier nix und kontrolliert nichts“, erklärte Eisele den Politikern.

„Es kann nicht schwer genug sein - Eisele bewegt alles.“ So lautet der Leitspruch. „Es ist faszinierend zu sehen, wie sich Eisele zu einer ebenso hochmodernen wie hochspezialisierten Firma entwickelt hat, die in Maintal eine wichtige Rolle als Arbeitgeber und Gewerbesteuerzahler inne hat“, resümierte Raabe. Aus einem kleinen Abschleppunternehmen hat sich in knapp 30 Jahren ein Marktführer für Kranarbeiten und Schwertransporte entwickelt. Der Fuhrpark umfasst über 130 Fahrzeuge, darunter mehr als 40 Krane. Eisele bietet mehr als 60 Menschen einen Arbeitsplatz.

„Wenn man vergleicht, was in Hanau, aber auch in Erlensee und Bruchköbel passiert, nutzt Maintal seine herausragende Lage im Frankfurter Speckgürtel zu wenig“, erklärte Bürgermeisterkandidat Maier, der sich mit Raabe einig ist, dass die Verschönerung der Ortseingänge ein kleiner von vielen Schritten sei, den man aber einfach angehen könne. „Schnelles Internet sowie eine zielgerichtete Gewerbeansiedlungs- und Wohnungsbaupolitik sind die entscheidenden Schritte“, erklärte Maier.

Foto: Das Image von Maintal aufpolieren: Bundestagsabgeordneter Dr. Sascha Raabe (Mitte) und SPD-Bürgermeisterkandidat Sebastian Maier (3. von rechts) sind sich mit dem Eisele-Geschäftsführer Claus Eisele (2. von links) einig.


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