Im ehemaligen Konzentrationslager Theresienstadt gibt es jetzt eine eigene Gedenktafel für Isaak Schönfeld, einen der Gründerväter der Turngemeinde Dörnigheim von 1882.
Im ehemaligen Konzentrationslager Theresienstadt gibt es jetzt eine eigene Gedenktafel für Isaak Schönfeld, einen der Gründerväter der Turngemeinde Dörnigheim von 1882.

Wie der Vorsitzende des Maintaler Vereins Brüder-Schönfeld-Forum, Herbert Begemann, kürzlich erfuhr und jetzt bekannt gab, ist die Tafel von der bei Hannover lebenden Urenkelin Ingrid Wettberg gestiftet worden.
Die aus Hanau stammende Vorsitzende der Liberalen jüdischen Gemeinde Hannover widmete die Erinnerungstafel vergangenen Sommer anlässlich eines offiziellen Besuches des Rates der Stadt Hannover, der für die niedersächsische Landeshauptstadt in Theresienstadt ebenfalls eine Gedenktafel enthüllte hatte.
Isaak Schönfeld führte in Dörnigheim bis Mitte der dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts ein Konfektionsgeschäft. Nach 1933 wurde das nach und nach unterbunden, und die persönliche Verfolgung setzte ein. Wie die meisten Landjuden zogen die Schönfelds zunächst in die Großstadt Frankfurt, von wo die Menschen teils direkt ins Vernichtungslager deportiert oder in weit entfernte Konzentrationslager verschleppt wurden. Isaak Schönfeld starb 1943 im Lager Theresienstadt. Die Familie des Sohnes Hermann, zu denen auch die Brüder Horst und Gerhard Schönfeld gehörten, war da schon seit mehr als einem Jahr ausgelöscht: Die Schönfelds starben in Litauen Ende 1941 mit etwa 1000 weiteren Juden aus der Frankfurter Gegend bei einer Erschießungsaktion der deutschen Sicherheitspolizei.
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