Maintal: Gemeinschaftsunterkunft für bis zu 96 Geflüchtete bald bezugsfertig

In der Dörnigheimer Lahnstraße entsteht eine zweigeschossige Gemeinschaftsunterkunft. Dort sollen voraussichtlich ab dem ersten Quartal 2023 bis zu 96 Geflüchtete leben. Foto: Stadt Maintal

Dörnigheim
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Die Wohncontainer stehen und befinden sich im Endausbau. Für insgesamt bis zu 96 Bewohner*innen wird auf dem städtischen Grundstück in der Dörnigheimer Lahnstraße eine Unterkunft bereitgestellt. Sie ist als weitere Gemeinschaftsunterkunft der Stadt Maintal geplant. Mit einem Bezug wird im Laufe des ersten Quartals 2023 gerechnet.

Laut der UNO-Flüchtlingshilfe war die Zahl der Menschen, die aus ihrer Heimat vor Krieg, Gewalt, Verfolgung, Hunger oder Armut fliehen, noch nie so hoch wie aktuell. Auch in Europa steigt daher die Zahl der Geflüchteten und Asylsuchenden – insbesondere durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine. Allein im zurückliegenden Jahr hat der Main-Kinzig-Kreis rund 8.000 Geflüchtete und Asylsuchende aufgenommen und untergebracht. 2021 waren es nicht einmal 800 gewesen. Eine enorme Herausforderung, die auch die kreisangehörigen Kommunen mit großem Engagement mitgetragen haben, indem sie im Rahmen der Schlüsselzuweisung Unterbringungsmöglichkeiten bereitgestellt oder geschaffen haben.

Auch Maintal hat als zweitgrößte Stadt im Main-Kinzig-Kreis wesentlich Anteil an der Unterbringung und Versorgung der geflüchteten Menschen. „Dabei teilen Magistrat und Politik bereits seit vielen Jahren die Auffassung, dass Zelte nur die letzte Notlösung sein dürfen, ebenso wie die Nutzung öffentlicher Gebäuden wie Bürgerhäuser. Stattdessen braucht es menschenwürdige Unterbringungsmöglichkeiten mit guter Anbindung an die städtische Infrastruktur“, erläutert der Erste Stadtrat und Sozialdezernent Karl-Heinz Kaiser. Dies geschieht nun durch die neue Gemeinschaftsunterkunft auf dem Grundstück in der Lahnstraße in direkter Nachbarschaft zum Tennisclub Blau-Rot Maintal (TCM), dem er für seine außerordentliche Kooperationsbereitschaft dankt.

Denn der TCM ist von den Auswirkungen der Baumaßnahme als unmittelbarer Nachbar betroffen. Dabei haben gerade Vereine zuletzt stark unter den Corona-geschuldeten Einschränkungen gelitten. „Als ältester Tennisverein in Maintal versteht sich der TCM nicht nur als Traditionsverein. Wir leben Tennis als Familiensport, der Menschen verbindet. Das umfasst auch die Solidarität gegenüber jenen, die aus unterschiedlichen Gründen ihre Heimat verlassen mussten“, sagt Margot Pfirrmann als Vorstandsmitglied. Daher gibt es einen engen Austausch zwischen Magistrat, dem städtischen Eigenbetrieb, der die Baumaßnahme begleitet und koordiniert, und dem Vorstand des TCM.

„Die Gemeinschaftsunterkunft selbst entsteht aber ausschließlich auf einem städtischen Grundstück“, betont Kaiser. Deshalb findet der Trainingsbetrieb des TCM weiterhin wie gewohnt statt. „Das ist uns auch wichtig. Denn wir haben zuletzt vor allem viele Kinder und Jugendliche neu begrüßen dürfen und uns dadurch deutlich verjüngt“, freut sich Pfirrmann. Dem Nachwuchs wolle man natürlich optimale Trainingsmöglichkeiten und eine gute Zukunftsperspektive bieten. Nähere Infos zum TCM sind zu finden unter www.tennisclub-maintal.de.

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In der Dörnigheimer Lahnstraße entsteht eine zweigeschossige Gemeinschaftsunterkunft. Dort sollen voraussichtlich ab dem ersten Quartal 2023 bis zu 96 Geflüchtete leben. Foto: Stadt Maintal


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