Gelungener Generationswechsel in der Geschäftsführung

Landrat Thorsten Stolz (links) besuchte Ideal Karosseriebau in Maintal und sprach mit Geschäftsführerin Svenja Friedewald und Firmengründer Werner Wadel über die Situation der Branche.

Dörnigheim
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Seit 40 Jahren gibt es den Karosseriebau- und Lackierfachbetrieb Ideal in Maintal.

Ein guter Grund für Landrat Thorsten Stolz (SPD), dem Familienbetrieb einen Besuch abzustatten und sich bei dieser Gelegenheit über die Situation der Branche zu informieren. Gemeinsam mit seiner Tochter Svenja Friedewald, die im Jahr 2017 die Geschäftsführung übernommen hat, empfing Firmengründer und Karosseriebaumeister Werner Wadel den Landrat. Gleich zu Beginn des Besuchs erklärte Svenja Friedewald, wie der Betrieb zu seinem ungewöhnlichen Namen kam: „Das war die Idee meines Vaters. Er hat damals gesagt: ‚Wir brauchen den idealen Namen.‘ – und schon war er gefunden.“ Fünf Mitarbeitende reparieren in der Werkstatt Fahrzeugkarosserien und lackieren sie. Werner Wadel selbst hat sich mit der Restaurierung von Oldtimern einen Namen gemacht.

Im Gespräch betonte Landrat Stolz mit Blick auf Vater und Tochter: „Der Betrieb ist ein positives Beispiel für einen gelungenen Generationswechsel in der Geschäftsführung.“ In vielen mittelständischen Unternehmen des Main-Kinzig-Kreises stehe in den kommenden Jahren eine Betriebsübergabe beziehungsweise ein Generationswechsel an. Nicht zuletzt aufgrund des Fachkräfte- und Auszubildendenmangels sei dann zu befürchten, dass mancher Betrieb ganz schließe. Svenja Friedwald unterstrich, dass auch Ideal aktuell Mitarbeitende suche, weil die Auftragslage bestens sei: „Wir brauchen zum Beispiel dringend einen Karosseriebauer und würden gern Auszubildenden die Chance einer Ausbildung als Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker oder als Lackierer in diesem interessanten und vielseitigen Arbeitsfeld geben.“ Zudem sei bei Ideal eine Ausbildung zur Bürokauffrau oder zum Bürokaufmann möglich. „Insgesamt können wir drei Azubis nehmen“, so die Geschäftsführerin. Sie bedauerte, dass das Interesse an handwerklichen Berufen bei jungen Menschen zurückgeht: „Dabei kann das Handwerk eine Vielzahl an Perspektiven bieten. Wer heute eine Ausbildung bei uns macht, wird nie arbeitslos sein und kann sich seine Arbeitsstelle aussuchen.“

Der Landrat und Svenja Friedewald, die sich unter anderem im Vorstand der Karosserie- und Fahrzeugbauerinnung für den Main-Kinzig-Kreis engagiert, sind sich einig, dass Maßnahmen ergriffen werden sollten, um junge Menschen für das Handwerk zu begeistern. Die Geschäftsführerin hält eine Anpassung der Ausbildungsvergütung und der Ausbildungszeiten für notwendig: „Mechatroniker absolvieren eine dreijährige Ausbildung; die der Karosseriebauer dauert ein halbes Jahr länger. Sie erhalten aber eine geringere Vergütung als Mechatroniker“, so die 34-Jährige. Handwerk habe goldenen Boden. Mit Spaß am Job und handwerklicher Begabung seien Auszubildende bei Ideal willkommen. „Um beruflich erfolgreich zu sein und im Beruf Erfüllung zu finden, ist das Abitur nicht notwendig“, ergänzte der Landrat und fuhr fort: „Das deutsche Bildungssystem ist sehr durchlässig. Mit einem guten Real- oder Hauptschulabschluss gibt es Wege, das Fachabitur zu erlangen und danach zu studieren. Gebraucht werden allerdings nicht nur junge Menschen mit Abitur und Studium, sondern vor allem Fachkräfte, die Spaß an der Arbeit an der Werkbank oder in der Werkstatt haben.“

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Landrat Thorsten Stolz (links) besuchte Ideal Karosseriebau in Maintal und sprach mit Geschäftsführerin Svenja Friedewald und Firmengründer Werner Wadel über die Situation der Branche. 


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