Der Ortsverband des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) in Maintal begrüßt es, dass seine Initiative, den Platz vor dem Frankfurter Hof im Stadtteil Dörnigheim nach Käthe Jonas zu benennen, vom Stadtparlament mit großer Mehrheit angenommen wurde.
In dem Beschluss heißt es: „Der Platz vor dem Frankfurter Hof wird zum Andenken an die Dörnigheimer Widerstandskämpferin Katharina (Käthe) Jonas (1902 – 1977) als Käthe Jonas-Platz in das Straßenverzeichnis der Stadt Maintal eingetragen. Mit der Namensgebung soll Käthe Jonas stellvertretend für alle Menschen aus Dörnigheim geehrt werden, die sich in den Jahren der nationalsozialistischen Herrschaft mutig und ohne Furcht vor staatlichen Repressalien für die Rechte und den Schutz ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger eingesetzt haben“.
Außerdem wird eine erläuternde Gedenktafel zur Erinnerung an die zehn Gegner des Naziregimes aus Dörnigheim, die 1935 in einem Prozess gegen 88 Antifaschisten aus Hanau und Umgebung abgeurteilt wurden, angebracht. Dieser Prozess jährt sich im kommenden Jahr zum 80. Mal. Für den Maintaler DGB gab das den Anstoß, endlich ein würdiges und nachhaltiges Gedenken an den Arbeiterwiderstand auch in unserer Stadt zu erreichen.
Der DGB bedankt sich bei allen Stadtverordneten von SPD, Grünen, Wahlalternative und FDP für die Unterstützung des Antrags. Für uns Gewerkschafter ist die Haltung der CDU nicht nachvollziehbar, die nicht die Größe und Souveränität aufbrachte, dem Antrag zuzustimmen. In aller Form weisen die Gewerkschafter die diffamierenden Äußerungen des Stadtverordneten Feuerbach gegen Käthe Jonas und die Verfolgtenverbände zurück. Die CDU hat sich dabei mit ihrer Kalte-Kriegs-Rhetorik selbst ins rechte Abseits gestellt. Nach 70 Jahren dem Arbeiterwiderstand gegen die Nazi-Herrschaft in unserer Stadt endlich würdevoll zu gedenken und eine bleibende Erinnerung zu errichten, war eigentlich schon längst überfällig.
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