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Juliane von Wedemeyer und Janko Lauenberger lasen und erzählten die wahre Geschichte einer Sinti-Familie, angefangen mit den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts bis in die jüngste Vergangenheit. Ausgangspunkt ist ein 1931 erschienener Jugendroman mit dem Titel „Ede und Unku“. Dabei geht es um die Freundschaft eines Jungen mit einem – wie man damals sagte – „Zigeunermädchen“. Das Buch war in den Schulen der DDR Pflichtlektüre und erzielte daher eine sehr hohe Auflage.

2018 erschien die Fortschreibung des Romans als Geschichte einer Sinti-Familie, die geprägt ist von der Verfolgung und vielfachen Ermordung seiner Mitglieder in der NS-Zeit. Auch nach 1945 ging die Diskriminierung weiter: Janko Lauenberger, ein Nachkomme von Überlebenden der Familie, berichtete, wie er als Berliner Schulkind ständig verprügelt und gemobbt wurde. Besonders eindringlich die Schilderung des traumatisierten Großvaters, der seinen Enkeln aus Angst, sie könnten nicht wiederkommen, verbot, die Nachbarskinder in den Wohnungen der oberen Stockwerke zu besuchen. Janko Lauenberger: „Nach oben durften wir nie!“ - eine passende Metapher für die immer noch wirksame gesellschaftliche Ächtung der Sinti und Roma.

Bürgermeisterin Monika Böttcher nahm als Ehrengast des Vereins an der Veranstaltung teil.

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