Gemeinschaftsausstellung des Kunstvereins Freigehege im Historischen Rathaus

Hochstadt
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Unter dem Titel „Kollateral“ stellen neun Künstler*innen des Kunstvereins Freigehege ihre Werke im Historischen Rathaus Hochstadt aus.

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Die Ausstellung ist unter Einhaltung der gültigen Corona-Regeln vom 05. bis zum 29. März immer am Dienstag, Samstag und Sonntag von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Die Vernissage findet am Freitag, 04. März, um 18 Uhr unter freiem Himmel im Kronenhof gegenüber vom Historischen Rathaus im kleinen Rahmen statt. Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! möglich.

Der Kunstverein Freigehege e.V. feiert dieses Jahr sein 33-jähriges Bestehen. Gegründet wurde er von Studierenden des Instituts für Kunstpädagogik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt mit dem Ziel der gegenseitigen Unterstützung bei Ausstellungen, der künstlerischen und kulturellen Entfaltung und der künstlerischen Vermittlung in Praxis und Theorie. Im Rahmen der Ausstellung in Hochstadt werden Werke von Kalle Engemann, Mehri Hakimi Fard, Felix Zielke, Angela Ehrlich, Christiane Krüger, Ruth Emmers, Rolf Sickinger, Joachim Mennicken und Jürgen Paulussens zu sehen sein.

Kalle Engemann komponiert mit der Zeichenfeder scheinbar chaotische Räume, imaginäre Orte und Landschaften. Dort bewegen sich Gestalten, die keine konkrete Form finden, sich auflösen oder mit der Umgebung verschmelzen. Dieser künstlerische Prozess erlaubt ihm ein unerschöpfliches Formenvokabular in einem expressiven reinen Zeichencharakter.

Mehri Hakimi Fard lässt sich von Situationen, Eindrücken und ihrer Wahrnehmung inspirieren. Dafür verwendet sie Spachtelmasse mit Crackletechnik. Hieraus entstehen figurativ reliefartige, farbenfrohe Gemälde. In dieser Ausstellung stellt sie Landschaften in dieser Crackletechnik aus.

Felix Zielke ist Landschaftsgärtner. Der Maserung erlesener Holzarten folgend und naturnah mit Feuer und Eisen bearbeitet, schafft er Skulpturen mit starker Ausdruckskraft, von welchen er hier einige zeigt.

Angela Ehrlich zeigt Teile einer Serie von Farbholzschnitten auf Grundlage eigener graziler Aktzeichnungen aus dem Ende der 1970er Jahre. Sie nutzte die Zeit des Lockdowns, um einige dieser Arbeiten wieder aufzugreifen und weiterzubearbeiten.

Die Aquarelle von Christiane Krüger sind allesamt auf Reisen entstanden. Auf Erkundungs-touren malte sie spontan Alltagssituationen oder Landschaften direkt vor Ort, was am lockeren Auftragen der Farben zu erkennen ist.

Ruth Emmers Skulpturen als Raumgebilde entstehen aus flächigen Materialien. Durch spirale Schnitte entstehen Öffnungen, die miteinander verwunden dem Ganzen eine dreidimensionale Form geben. Im Kontext von Licht und Umgebung ergeben sich mehrdimensionale Sichtweisen.

Der Mensch steht für Rolf Sickinger im Zentrum seines künstlerischen Interesses, sein Ausdruck, Stimmung, Ästhetik und seine Erotik. Die gezeigten Werke sind zwei Aktbilder in Acryltechnik auf Papier aus den Jahren 2021 und 2022.

Joachim Mennicken zeigt zwei Holschnitte: der bis fast auf die Fahrrinne ausgetrocknete Rhein mit gestrandetem Schiff und die Streuobstwiese auf dem ehemaligen Wingert oberhalb von Hochstadt. Während die durch den Klimawandel geförderte Trockenheit am Fluss direkt sichtbar wird, zeigen sich solche Folgen verzögert auf dem Land.

Jürgen Paulussens Beitrag zur Ausstellung besteht aus einer Sandsteinskulptur, die an einen mittelalterlichen Wohnturm erinnert und einem Panel mit Papierabformungen von vier Seiten der Skulptur. Dieses Pendant zur Skulptur bietet weitere, zum Teil verschlüsselte Hinweise, was sich hinter dem Titel "COMIZIL" verbirgt.

Die Stadtverwaltung bittet bei einem Besuch um Beachtung der 2G-plus-Regel - Änderungen vorbehalten. Aufgrund der Raumgröße ist nur ein begrenzter Zutritt möglich und es muss eine FFP2-Maske während des Aufenthaltes getragen werden. Die Stadt Maintal behält sich vor, die Vernissage und die Öffnungstage der Ausstellung aufgrund der pandemischen Lage kurzfristig zu ändern oder abzusagen. Das Historische Rathaus befindet sich in Maintal-Hochstadt, Am Rathaus 1.

Bei Fragen zur Ausstellung ist das Kulturbüro der Stadt Maintal erreichbar unter Telefon 06181 400-721 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Foto: Neun Künstler*innen des Kunstvereins Freigehege e.V. gestalten im März die Ausstellung im Historischen Rathaus Hochstadt. Collage: Kunstverein Freigehege e.V.