Einblick ins Leben der Bienen

Die Kitakinder durften selbst beim Entdeckeln der Waben und Schleudern des Honigs helfen. Fotos: Stadt Maintal

Hochstadt
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Bei der Waldgruppe „Die Weltenbummler*innen“ aus der Kita Ahornweg dreht sich derzeit alles um die Biene.

Wie wichtig die fliegenden Bestäuberinnen für den Menschen und die Natur sind, wissen die Mädchen und Jungen schon lange. Denn ohne Bienen würden die meisten Obst- und Gemüsepflanzen keine Früchte tragen. Da es immer weniger Bienen und andere Insekten gibt, wollten die Kinder dieser Entwicklung entgegenwirken.

Damit die Insekten ausreichend Nahrung finden, stellten die Jungen und Mädchen Samenkugeln her. Dazu mischten die Kinder Erde, Lehm und Samen von Blühpflanzen und formten daraus feste Kugeln. Während eines „Bienenretter*innen“-Spaziergangs wurden diese Samenkugeln an Brachstellen ausgebracht. Nun wünschen sich die großen und kleinen „Bienenretter*innen“, dass sie aufgehen, wachsen, blühen und vielen Insekten als Futter dienen.

Bei einem Besuch der Imkerei Huhn in Hochstadt erfuhren die Kinder zudem einiges über die Biene. Gemeinsam mit ihren Erzieherinnen Heike Altinger und Ninet Vida, Praktikantin Sandra Feineis und FöJlerin Paula Lempke machten sich 18 Weltenbummler*innen auf den Weg zur Familie Huhn, die sich viel Zeit nahm, um den interessierten Kindern in zwei Gruppen das Leben der Bienen näher vorzustellen, etwa wie es in einem Bienenstock zugeht.

Die Jungen und Mädchen lernten, dass eine Königin mit vielen männlichen Bienen auf Hochzeitsflug geht. Die Kinder wussten bereits, dass diese Drohnen heißen. Die Königin legt an einem Frühlings- oder Sommertag bis zu 2000 Eier. Das ist wichtig, denn Arbeiterbienen leben nur zwei bis sechs Wochen und im Stock leben ungefähr 50.000 Biene. Über die Waben und die Aufzucht der Larven und Puppen wussten die Kinder auch schon einiges zu berichten. Spannend berichtete Roland Huhn von der Königin, ihrem Staat und den jeweiligen Aufgaben der Bienen im Stock. Große Begeisterung löste der Bienenschaukasten aus. Hier konnten die Kinder die Arbeiterinnen, Drohnen und die Königin mit ihrem Staat beobachten.

In der Zwischenzeit war die zweite Gruppe mit Ute Huhn fleißig bei der Honigverarbeitung aktiv. Die Kinder entdeckelten die Waben, sodass beim Schleudern der Honig aus den einzelnen Zellen fließen kann. Alle Drei- bis Sechsjährigen halfen mit Begeisterung mit. Besonders das Naschen der klebrigen Masse, die aus der Schleuder ins Sieb floss, traf auf großen Anklang. Dann wurden die Gruppen getauscht, damit jedes Kind alles erleben und erfahren durfte.

Zum Abschluss durfte sich jedes Kind ein kleines mitgebrachtes Glas mit Honig füllen lassen. „Unser herzlicher Dank gilt der Imkerei Huhn, die uns dieses besondere Erlebnis ermöglichte, da auch ihnen Nachhaltigkeit so wichtig ist wie uns“, so Ninet Vida abschließend.

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Imker Roland Huhn stellte den Kindern an einem Schaukasten beispielhaft das Leben im Bienenstock vor.

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Die Kitakinder durften selbst beim Entdeckeln der Waben und Schleudern des Honigs helfen. Fotos: Stadt Maintal