Umweltbildung beginnt in der Kindertagesstätte

Maintal

„Nicht nur die große Politik beschäftigt sich mit Fragen des Umwelt- und Klimaschutzes – alle Menschen können ihren eigenen Beitrag für eine bessere Zukunft leisten. Damit auch Kinder lernen, wie sie verantwortungsbewusst handeln und die natürlichen Ressourcen schonen können, beginnen wir mit der Umweltbildung schon in der Kita“, berichtet Marion Wagner, Leiterin der Kita Ahornweg.

Evonik

umweltbildungmainta.jpg

umweltbildungmainta1.jpg

Im Oktober startet in Kooperation mit der Maintaler Bürgerstiftung das Projekt „Einfluss nehmen auf die Umwelt von morgen“.

„Umweltbildung steht bewusst für eine Werteerziehung. Sie vermittelt ein Bild vom Menschen. Ist es ein Mensch, der die Natur nach Gutdünken benutzt und ausbeutet? Oder steht dahinter der fürsorgliche und verantwortungsvoll handelnde Mensch? Als Kindertagesstätte haben wir die Verantwortung, den Kindern Wissen über unsere Umwelt kindgerecht zugänglich zu machen und erfolgt in Anlehnung an den Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan “ informiert die Kita-Leiterin. Sie und ihr Team motivieren die von ihnen betreuten Kinder dazu ihre Umwelt genau zu beobachten, selbstständig und mit Hilfe verschiedener Informationsquellen nach Antworten auf die Fragen zu forschen, die sie sich stellen, sowie zum Ausprobieren und Experimentieren.

Umweltbildung mit dem Schwerpunkt Naturnähe ist im pädagogischen Konzept der Kindertagestätte Ahornweg fest verankert. Den Kindern wird allerhand Wissenswertes zur Natur und Umwelt vermittelt – etwa durch die naturnahe Gartengestaltung mit Blumen- und Kräuterbeeten, ausgedehnten Aufenthalten im Freien und an den wöchentlich stattfindenden Naturtagen, an denen Exkursionen in die nähere Umgebung genommen werden, zum Beispiel in den Wald oder auf die Streuobstwiesen - egal bei welchem Wetter.

„Durch so viel Natur sind unsere Kita-Kinder richtige Experten geworden“, freut sich die Kita-Leiterin. „In der Regel wissen sie besser als Erwachsene, um was für einen Baum es sich handelt, welche Insekten wie nützlich sind oder wie der Vogel heißt, den sie zwitschern hören“, so Marion Wagner. Um sich dem zunehmenden Wissensdurst der Kinder stellen zu können, sind die Erzieherinnen und Erzieher auch auf das Wissen von Kooperationspartnern angewiesen. Dies sind beispielsweise Mütter oder Väter der Kinder, die Erfahrungen mit Umweltthemen haben und diese im Kitaalltag einbringen. Weitere Partner sind Vereine wie der Naturschutzbund (NABU), die Vogelschutzwarte, der Energieberater und die Abfallberaterinnen der Stadt Maintal oder das Umweltbildungszentrum in Hanau.

Nun steht das nächste Projekt für die Hochstädter Kita an: Gemeinsam mit den Kindern wollen sich die Erzieherinnen und Erzieher dem Thema Nachhaltigkeit annähern und erfahren, wie sie auf ihr unmittelbares Umfeld Einfluss nehmen können. „Schließlich bleibt dem Nachwuchs nur das, was wir ihnen auf der Welt hinterlassen. Umso besser, wenn sie ihre Zukunft selbst mitgestalten“, sagt Marion Wagner. Bei dem Projekt soll es um Fragen der Ernährung, des Energieverbrauchs, des Lärmschutzes und nicht zuletzt Fragen zum Konsumverhalten gehen. Für den Beginn des Projekts mit den Kindern wurden folgende Vorüberlegungen angestellt:

Es wird geschaut, wieviel Abfall täglich in der Kita anfällt, welcher könnte vermieden und welcher wiederverwertet werden. Die Kinder begeben sich auf „Abfallerkundungstour“ und schauen auf dem Wertstoffhof, wo der Abfall landet und was mit ihm geschieht. Auch werden sie sich mit den „tierischen Abfallgourmets“ beschäftigen und erfahren, welche Tiere noch etwas mit menschlichem Abfall anzufangen wissen. Hieraus kann eine Kompoststelle in der Kita entstehen, deren Erde im darauffolgenden Jahr uns als Blumenerde zur Verfügung stehen würde. Es werden Beete angelegt, bepflanzt und somit Lebensraum für Bienen, Schmetterlinge, Insekten und Vögel zurückgewonnen.

Dazu initiiert die Maintaler Bürgerstiftung gemeinsam mit der Kita Ahornweg das über mehrere Monate laufende Projekt „Einfluss nehmen auf die Umwelt von morgen“, welches im Oktober beginnt und bis weit in das nächste Jahr gehen wird. Das Projektende findet seinen Abschluss in einer Fotodokumentation und „Recycling-Kunstwerken“.

Foto: Gärtnern, ernten, verarbeiten: Die Kinder aus dem Ahornweg sind wahre Umwelt-Experten.

Foto: Beim Auswildern eines Igels, der bei der Maintaler Wildtierstation aufgepäppelt wurde, durften die Kinder helfen. Sie kennen sich bestens mit der regionalen Tier- und Pflanzenwelt aus.

Fotos: Stadt Maintal


Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de


Thermo Sun
Harth & Schneider
VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG
Sturmius Dehm Brennholz GmbH

online werben

Höfler Fenster
Autohaus Koch
Autohaus Nix
Messe Wächtersbach
CID

vogler banner

Evonik

vogler banner

Online Banner 300x250px MoPo 2