Zwei Männer aus Eritraea und Afghanistan haben sich bei der Stadt Maintal für ein Praktikum beworben, um sich einen Eindruck vom Arbeitsleben in Deutschland zu verschaffen und sich auf eine Ausbildung vorzubereiten.
Zwei Männer aus Eritraea und Afghanistan haben sich bei der Stadt Maintal für ein Praktikum beworben, um sich einen Eindruck vom Arbeitsleben in Deutschland zu verschaffen und sich auf eine Ausbildung vorzubereiten.


Abdulrahim Seid Makana aus Eritrea schaut für einige Tage den Veranstaltungstechnikern in den Bürgerhäusern über die Schulter, hilft mit, wo er kann und schaut ganz genau, ob das etwas für ihn wäre. Derzeit besucht er eine InteA- Klasse (Integration durch Anschluss und Abschluss) der Ludwig-Geissler-Schule in Hasselroth und schafft - so hofft er – im Sommer seinen Hauptschulabschluss. Dann würde er gerne eine Ausbildung machen - in welchem Bereich ist er sich noch nicht ganz schlüssig.
Ramin Ahmadi interessiert sich besonders für die städtischen Pachtverträge, den An- und Verkauf städtischer Grundstücke und überhaupt für alle Fragen rund um die städtischen Liegenschaften. Als er vor vier Jahren nach Maintal kam, hatte er bereits zwei Jahre in seiner Heimat Afghanistan als Rechtsanwalt gearbeitet. Eine Anerkennung seiner Ausbildung ist in Deutschland nicht möglich, ein Jurastudium mit eingeschränkten Deutschkenntnissen nur sehr schwer zu realisieren. Nach seinem Praktikum im Fachdienst „Kommunale Liegenschaften“ der Stadt Maintal beginnt er einen sechsmonatigen Kurs zur Berufsorientierung bei Evonik Technology & Infrastructure GmbH. Ziel diese Maßnahme ist es, alle Teilnehmenden in eine Ausbildung zu vermitteln. „Eine Ausbildung in der Verwaltung würde mich schon sehr interessieren. Wenn es mit rechtlichen Fragen, Verträgen und Verhandlungen zu tun hat, könnte ich mir das gut vorstellen“, berichtet er. Die Fachdienstleiterin Ilona Eschelbach freut sich über die zusätzliche Hilfe bei der digitalen Ablage von Verträgen.
Im Rahmen des Bundesprogramms „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Geflüchtete“ engagiert sich die Stadt Maintal gemeinsam mit anderen Akteuren, die Berufschancen junger Geflüchteter zu verbessern. Das Bundesprogramm ist ein gemeinsames Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. In Maintal beteiligen sich neben der Verwaltung Vertreter*innen der Politik, der Zivilgesellschaft und des Ehrenamts in dem Projekt. „Eine fundierte Ausbildung als Grundlage für wirtschaftliche Unabhängigkeit ist eine wichtige Voraussetzung für die Integration in Deutschland. Als Stadtverwaltung übernehmen wir dabei eine Vorbildfunktion, indem wir nach Möglichkeit Praktikumsplätze für junge Geflüchtete anbieten“ erläutert Bürgermeisterin Monika Böttcher. „Wir wünschen den beiden, dass sie die für sie passende Ausbildungsstelle finden und dann erfolgreich in ihrer Arbeit werden“ ergänzt die Integrationsbeauftragte Verena Strub.
Foto: Abdulrahim Seid Makana aus Eritrea schaut für einige Tage den Veranstaltungstechnikern in den Bürgerhäusern über die Schulter.
Foto: Ramin Ahmadi absolviert ein Praktikum im Fachdienst Kommunale Liegenschaften.
Fotos: Stadt Maintal
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