"kicken & lesen" endet mit Fußball- und Leseturnier

Maintal

„Wer kicken kann ist ein Held, wer lesen kann ist ein Superheld“.

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Unter diesem Motto fand das Projekt „kicken & lesen in Hessen 2018“ in Maintal statt, veranstaltet von der Bücherei der Stadt Maintal in lokaler Zusammenarbeit mit der Erich Kästner-Schule, dem Maintaler Fußballverein KEWA Wachenbuchen und der Familien- und Jugendhilfe „Die Welle“. Das Projekt wurde initiiert von „hessenstiftung – familie hat zukunft“, mit dem Ziel, leseferne Jungs im Alter von 10 bis 14 über das Fußballspielen für das Lesen zu begeistern. Die Stadt Maintal hatte gemeinsam mit vier anderen Bewerbern die Ausschreibung und damit einen finanziellen Zuschuss gewonnen.

Aus diesem Grund trafen sich 16 Jungs seit den Osterferien regelmäßig einmal in der Woche in der Stadtteilbücherei Bischofsheim zum Lese- und Fußballtraining. Am vergangenen Wochenende fand nun die zweitägige Abschlussveranstaltung statt, bei der neben Lese- und Fußballtests auch eine Siegerehrung mit Vergabe von Pokal, Medaillen und Buchgeschenken auf dem Programm standen.

Anpfiff war Freitag 18:00 Uhr, begonnen wurde, wie auch bei den Trainingseinheiten üblich, mit dem Lesen. Fast alle Aufgaben waren im Team zu lösen, denn das Miteinander und der Fairplay-Gedanke standen immer im Mittelpunkt des Projekts. Deshalb wurde von Anfang an die Familien- und Jugendhilfe „Die Welle“ mit in das Projekt einbezogen und ein Trainingstag komplett von dem Verein gestaltet. „Eigentlich hätten wir diesen speziellen Nachmittag gar nicht gebraucht“, zeigte sich der Coach sehr überrascht von dem bereits ausgeprägten Team- und Fairplay-Verhalten der Teilnehmer. “Die Jungs sind sehr vorbildlich miteinander umgegangen“ berichtet Timo Stein, Mitarbeiter der „Welle“ weiter.

Beim Abschlussturnier konnten Punkte beim Tandemlesen gesammelt werden. Dabei lesen ein stärkerer und ein schwächerer Leser gemeinsam und laut einen Text, bei einem Lesefehler muss am Satzanfang neu gestartet werden. Je häufiger das Team den Text in zehn Minuten vorlesen konnte, desto mehr Punkte sammelte es auf sein Konto.
Die nächste Aufgabe war das abwechselnde Vorlesen eines Interviews mit Thomas Müller, hier wurden Betonung, Flüssigkeit und Fehlerfreiheit bewertet. Danach ging es weiter mit den fußballerischen Aufgaben, die auch in Teams zu lösen waren. Die Mannschaften wurden ausgelost und dann ging es mit dem Ball dribbelnd durch einen Hütchenparcour. Besondere Aufgabe dabei: Am Ziel lagen Kärtchen mit einzelnen Wörtern, die jede Mannschaft zu einem vollständigen und sinnvollen Satz zusammenpuzzeln musste.

So konnte jeder der Jungs im Laufe des Turniers Punkte sammeln und am Schluss stand ein eindeutiger Sieger fest. Hier bewahrheitete sich das Motto des Projekts „Wer kicken kann ist ein Held, wer lesen kann ein Superheld“, denn entscheidend für das Erreichen des ersten Platzes war letztendlich der Leseteil der Prüfung. Bevor der Abend mit einer feierlichen Siegerehrung zu einem würdigen Abschluss kam, gab es Pizza und Getränke. Schließlich wurde auch der Pokal verliehen, jeder Teilnehmer erhielt ein Buchgeschenk: „Was ist Was – Fußball“ und wurde mit einer Medaille geehrt. An dieser Stelle lobte Carsten Stein, der Jugendleiter der KEWA Wachenbuchen, die fußballerischen Erfolge der Jungs: „Es ist nicht selbstverständlich, eine solche Leistungssteigerung nach nur zehn Trainingseinheiten zu erreichen. Die Jungs waren immer mit Begeisterung und vollem Einsatz dabei“, so berichtet der Fußballtrainer weiter.

Der Abend in der Stadtteilbücherei Bischofsheim ging gegen 21 Uhr zu Ende, aber am nächsten Morgen standen die Jungs mit ihren Trikots, Stulpen und Fußballschuhen wieder bereit. Jetzt stand die offizielle Abschlussveranstaltung an: „Kleinfeldturnier mit Lesewettbewerb“, die im Merck-Nachwuchsleistungszentrum des SV Darmstadt 98 stattfand. Hier waren alle Teilnehmer der Städte eingeladen, die die Förderung der „hessenstiftung – familie hat zukunft“ erhalten hatten. Die Mannschaften wurden ausgelost, um zahlenmäßige Unterschiede auszugleichen und am Ende erhielten alle Teilnehmer eine Urkunde.

Ein positives Fazit der Veranstaltung zieht Nadine Marnette, Fachdienstleiterin für die Büchereien der Stadt Maintal: „Die meisten Jungs haben regelmäßig und mit großem Einsatz an den Trainingsnachmittagen teilgenommen. Besonders beeindruckt hat mich der Lese- und Verständnistest, den wir sowohl zu Beginn als auch am Ende der Veranstaltungsreihe durchgeführt haben, denn fast alle Teilnehmer haben ihre Leseleistungen stark verbessern können.“ So berichtet sie, ist ein bisschen stolz auf „ihre“ Jungs und hofft, dass sie ein wenig ihrer neu entdeckten Leselust ins neue Schuljahr mitnehmen.

Foto: Große Gewinner und strahlende Gesichter: Die Maintaler Teilnehmer des Projektes „kicken und lesen“ präsentieren stolz den Pokal, der bei der Abschlussveranstaltung in der Bücherei Bischofsheim an den Sieger verliehen wurde.


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