Neue Aufkleber: Kein Plastik in die Biotonne

Maintal
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Insbesondere Plastikbeutel und Verpackungsabfälle aus Plastik, aber auch nachwachsende Verpackungen aus Maisstärke, Zuckerrohr, Palmblätter, Kokosnuss, bereiten den Betreibern der Biokompostieranlage große Probleme.

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Die Stoffe benötigen zu lange, um zu verrotten und müssen daher aufwändig aussortiert werden. „Für guten Kompost benötigen wir Biogut, ohne Störstoffe“, betont der Erste Stadtrat der Stadt Maintal, Ralf Sachtleber. Die Stadt informiert darüber, was in die Biotonne gehört – mit Informationsschriften und aktuell mit einer Aufkleberaktion auf den Tonnen selbst. Damit wird darauf aufmerksam gemacht, dass Plastik, Verpackungen und Störstoffe nichts in der Biotonne zu suchen haben. Wer aktuell noch keinen Aufkleber auf seinem braunen Abfallbehälter hat, kann diesen kostenfrei bei der städtischen Abfallberatung oder dem Abfuhrunternehmen Firma Max Spahn & Sohn KG, erhalten.

In die braune Biotonne gehören nur kompostierbare Pflanzenabfälle wie Obst- und Gemüseschalen, Eierschalen, Tee- und Kaffeesatz, Speisereste, Topfpflanzen und Schnittblumen sowie kleine Mengen Gartenabfälle. Fisch, Fleisch, Wurst, Knochen, Asche, Kehrricht und Hygieneabfälle, werden in der Restmülltonne gesammelt. Verpackungen aus Kunststoff oder nachwachsenden Rohstoffen (Maisstärke usw.), aus Glas oder anderem Material wird im Gelben Sack/Gelben Container gesammelt. Ob aus Gedankenlosigkeit oder Bequemlichkeit – oft werden Verpackungen wie Plastiktüten und Plastikschalen, in denen der Bioabfall in der Küche gesammelt wird, einfach mit in den Bioabfall geworfen. Dabei gibt es kostengünstige Alternativen: Die städtische Abfallberatung empfiehlt, Bioabfall in Zeitungspapier zu wickeln oder Papiertüten zum Vorsortieren zu benutzen. Dies hemmt auch die Geruchsbildung in der Tonne und verhindert ein Anhaften bei kalten Temperaturen.

Plastik, Glas, Verpackungen und andere Störstoffe werden in der Biokompostieranlage aussortiert. Der technische Aufwand dafür und die Kosten für die Vorbehandlungen und die Hausmüllverbrennung des ausgesiebten Materials sind sehr hoch. Letztendlich will keiner Plastikfetzen oder Glasscherben in seinem Kompost oder in der Gartenerde haben. Plastik im Boden ist ebenso ein Problem wie Plastik im Meer. Deswegen ist die sortenreine Trennung von Bioabfällen so wichtig. Die Bundesgütegemeinschaft Kompost analysiert sechs Mal im Jahr den Maintaler Kompost. Die Ergebnisse werden detailliert auf den Foliensäcken abgedruckt, ein 40 Liter-Foliensack kostet 3,50 Euro und ist erhältlich am Wertstoffhof, Henschelstraße 11 in 63477 Maintal.

Befindet sich in der Biotonne Plastik oder andere Störstoffe, müssen die Maintaler Haushalte damit rechnen, dass diese Tonnen nicht geleert werden. Der Inhalt wird entgeltpflichtig mit der Restmüllsammlung entsorgt. Da hier ein Verstoß gegen die Regeln der Abfallsatzung vorliegt, können auch Ordnungswidrigkeitsverfahren, d.h. Bußgelder, drohen. Fragen zur korrekten Abfallentsorgung beantwortet die städtische Abfallberatung unter der Tel. Nr. 06181 400 431, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Foto: „Kein Plastik in die Biotonne“: Mit einer Aufkleberaktion informiert die Stadt Maintal ihre Bürgerinnen und Bürger darüber, welche Abfälle in den Biomüll gehören und welche nicht.
Foto: Das sind die Aufkleber, die in Maintal auf die Biomülltonnen geklebt wurden.
Fotos: Stadt Maintal

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