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Nach ihrer Ausbildung zur Verwaltungsbeamtin arbeitete sie im Stadtladen sowie im Finanz- und Umweltbereich. Ihr Name wird vor allem mit dem städtischen Abfallmanagement in Verbindung gebracht, wo sie seit den 80er Jahren tätig war.

Ingrid Hegenbarth-Müller hat zu einer ökologisch orientierten kommunalen Abfallwirtschaft beigetragen. Zu ihren Aufgaben zählten unter anderem Abfallberatungen, der Betrieb der fünf Abfallsammelstellen, die Mitarbeit zur Inbetriebnahme der kommunalen Kompostierungsanlage sowie die Mitarbeit zur hochtechnisierten Bioabfallkompostierungsanlage (1996), die Einführung der Getrenntsammlungen (1984 bis 1994) und der Beitritt in die Rhein-Main Abfall GmbH (1998). Des Weiteren organisierte sie verschiedene Pilotprojekte. Sie war unter anderem verantwortlich für die erste kommunale Sonderabfallkleinmengensammlung (1986) und initiierte die Einführung von Kunststofftonnen, die die Abfallbehälter aus Metall ersetzten.

Auch die kommunale Sammlung zur Verwertung von Elektrogeräten (1990), Mehrwegtasche, Mehrwegbecher, Abfallcachen (Sammelaktion) oder die öffentlichen Abfalleinsammelaktionen „Saubere Stadt“ und „Sauberhaftes Hessen“ gehen auf sie zurück. Engagiert war Hegenbarth-Müller ebenfalls in der Öffentlichkeitsarbeit. So gibt es seit 1988 den Abfall-Ratgeber mit allen Informationen und hilfreichen Tipps zur richtigen Entsorgung.

Seit 1989 trägt die Stadt Maintal den Status einer „entsorgungspflichtigen Körperschaft“ und hat damit mehr Rechte und Pflichten als andere kreisangehörigen Kommunen. Alle Abfalleinsammlungs- und Verwertungsleistungen werden europaweit ausgeschrieben und Alternativen geprüft. Es ist ein breites Aufgabenfeld, das Ingrid Hegenbarth-Müller mit großem Engagement verantwortet hat, doch der Einsatz wurde und wird belohnt: Die kommunalen Service-Leistungen sind vorbildlich und im Vergleich kostengünstig. Auch in Corona-Zeiten konnte die Stadt alle Angebote aufrechterhalten und auf verlässliche Vertragspartner bauen. Positiv ist ebenfalls die Nachhaltigkeitsbilanz. Die Maintaler*innen gehören hessenweit zu den besten Mülltrenner*innen, die Verwertungsquote aller Haushaltsabfälle beträgt 70,44 Prozent (Quelle: Statistik 2019 der Rhein-Main Abfall GmbH).

Zusätzlich hat Hegenbarth-Müller von den 90er Jahren bis 2003 Zivildienstleistende und seit 2003 Freiwillige Kräfte im Ökologischen Jahr betreut. „Ich freue mich, dass ich junge Menschen begleiten konnte und die Stadt die Möglichkeit bietet, ein Jahr lang praktische Erfahrungen in der Verwaltung und dem Forst zu sammeln. Es hat mich und meine Arbeit positiv bereichert und mir große Freude bereitet“, sagt die langjährige Verwaltungsmitarbeiterin, die von Kolleg*innen als humorvoll, kollegial, interessiert und immer offen für Fragen, Anregungen und Kritik beschrieben wird.

Für die Zukunft sieht die Abfallberaterin das kommunale Abfallmanagement der Stadt bestens aufgestellt. Auch personell. Denn ihre Kolleginnen Kerstin Franz und Alexandra Schweinoch, die ihre Nachfolge antritt, werden die ökologische, nachhaltige, serviceorientierte Entwicklung fortsetzen. „Ich bedanke mich im Namen des Magistrats bei Frau Hegenbarth-Müller für ihr jahrzehntelanges Engagement und die gute Zusammenarbeit. Nun beginnt ein neuer spannender Lebensabschnitt, für den ich ihr alles Gute und vor allem Gesundheit wünsche“, so Bürgermeisterin Monika Böttcher.

Foto: Nach 45 Dienstjahren in der Stadtverwaltung Maintal geht Ingrid Hegenbarth-Müller (Mitte) in den Ruhestand. Alexandra Schweinoch (links) wird als ihre Nachfolgerin gemeinsam mit Kerstin Franz den Bereich Abfallwirtschaft verantworten. Foto: Stadt Maintal

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