Maintal erhält das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“

Maintal
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Die Stadt Maintal wurde am Montag mit dem Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ ausgezeichnet. Damit würdigt der Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. die Verabschiedung eines Aktionsplans, der die kommunale Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention zum Ziel hat. Mit dem Erhalt des Siegels bekennt sich Maintal dazu, die Rechte von Kindern und Jugendlichen zu stärken und stellt sich zugleich einem regelmäßigen Prüfverfahren.

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Das Siegel vergibt der von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk getragene Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. Es ist Ausdruck einer Selbstverpflichtung der Stadt zu mehr Kinderfreundlichkeit und Ansporn, die festgesteckten Ziele innerhalb von drei Jahren umzusetzen. Die Stadt Maintal ist nach Eltville, Hanau, Lampertheim, Oestrich-Winkel, Taunusstein und Witzenhausen die siebte hessische Kommune, die das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ erhält.

Bürgermeisterin Monika Böttcher freut sich, das Siegel entgegennehmen zu dürfen: „Ich freue mich sehr, dass wir nach dem Entwicklungsprozess des Aktionsplans nun so weit sind, das Siegel ,Kinderfreundliche Kommune‘ in Empfang nehmen zu dürfen. Für die Stadt Maintal und alle Mitwirkenden ist das ein weiterer Meilenstein im langjährigen Engagement für mehr Kinder- und Familienfreundlichkeit in unserer Stadt. Die Verleihung des Siegels gibt nun den Startschuss für die nächsten Jahre, in denen wir die geplanten Vorhaben umsetzen. Ein wesentlicher Baustein ist dabei die altersgerechte Beteiligung von Kindern und Jugendlichen mit neuen Formaten. Ihre Meinung und Perspektive noch stärker zu berücksichtigen, ist aufgrund der sozialen Auswirkungen der Pandemie auf ihren Alltag noch wichtiger geworden.“

Anne Lütkes, Vorstandsvorsitzende des Vereins Kinderfreundliche Kommunen, beglückwünschte die Stadt Maintal zur Verleihung des Siegels und sagte im Namen des Vereins: „Maintal hat bedeutsame Prozesse für die Stärkung von Kinderrechten auf kommunaler Ebene angestoßen. Im Rathaus der Stadt Maintal soll ein Kinder- und Jugendbüro als Interessensvertretung, Anlauf- und Beratungsstelle eingerichtet werden. Zudem wird der Austausch auf Augenhöhe mit Kindern und Jugendlichen weiter ausgebaut. Durch jährliche Treffen mit den Klassensprecher_innen der Maintaler Schulen sollen neue Beteiligungsformate und -räume etabliert werden, die eine niedrigschwellige Informationsvermittlung sowie barriereärmere Bedarfsermittlung ermöglichen. Wir sind gespannt auf die nächsten Jahre und gratulieren Maintal zum Erhalt des Siegels.“

„Maintal hat in den letzten Monaten viel gearbeitet, geplant und entworfen, um zukünftig einen Garten zu haben, der die Früchte einer kinderfreundlichen Kommune trägt. In diesem Garten hat die Kommune vier unterschiedliche und vielfältige Beete angelegt, die als Leitlinien für die nächsten Jahre angesehen werden können: Der Vorrang des Kindeswohls, Kinderfreundliche Rahmenbedingungen, die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen sowie das Recht auf Information und Monitoring. Mit den dazugehörigen Handlungszielen setzt sich Maintal eine hohe Messlatte für die folgenden Jahre. Wir wünschen Maintal viel Erfolg auf diesem Weg!“, sagen die Sachverständigen, Katharina Steiner und Carla Multhaup.

Das Programm „Kinderfreundliche Kommune“ läuft vier Jahre und kann anschließend verlängert werden. Im ersten Jahr wird durch eine Bestandsaufnahme und durch Beteiligungsverfahren mit Kindern und Jugendlichen der Aktionsplan vorbereitet. Nach der Bestätigung des Aktionsplans durch den Gemeinderat prüft der Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. den Aktionsplan und vergibt das Siegel für die folgenden drei Jahre.

Seit zehn Jahren begleitet der Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. Städte und Gemeinden bei der lokalen Umsetzung der Kinderrechte. Über 40 Kommunen, die ihre Politik und Verwaltung auf Kinderfreundlichkeit ausrichten wollen, haben sich dem Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ angeschlossen – darunter Hanau, Köln, Potsdam, Regensburg, Stuttgart und Wolfsburg.

Das Vorhaben wurde 2012 in Deutschland ins Leben gerufen und basiert auf den internationalen Erfahrungen aus der Child Friendly Cities Initiative. Diese setzt sich seit 1996 international dafür ein, die Kinderrechte auf kommunaler Ebene zu verwirklichen. Das Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.


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