Wechsel in der Revierförsterei Maintal

Maintal
Typographie
  • Smaller Small Medium Big Bigger
  • Default Helvetica Segoe Georgia Times

Nach 37 Berufsjahren verabschiedet sich Maintals Revierförster Heiner Koch in den Ruhestand.

„Der Beruf hat sich sehr verändert. Als Revierförster habe ich angefangen, am Schluss war ich Waldmanager für 5 kommunale Waldbesitzer.“ Dabei hat sich der altgediente Förster immer für eine gute Balance zwischen den vielen Waldfunktionen eingesetzt. Der in Dortmund aufgewachsene Forstmann hatte schon immer ein offenes Ohr für die Menschen im städtischen Raum. „Nur Holzeinschlagen wäre mir als berufliche Aufgabe zu wenig gewesen“, schmunzelt er in Anspielung auf Berufskollegen in abgelegenen ländlichen Räumen. Sein Ziel, einen klimastabilen, artenreichen Mischwald zu entwickeln, in dem sich Natur und Mensch erholen kann, hat er über Jahrzehnte erfolgt. „Umso mehr schmerzt es mich nun zu sehen, wie der Wald aufgrund der hohen Temperaturen und geringen Regenfällen an vielen Ecken regelrecht vertrocknet.

Nun übergibt er den Staffelstab an seinen Nachfolger Marko Richter. Nach einer kurzen Einarbeitungsphase ist der Rhöner seit Anfang März allein für das große Revier zuständig und betreut die Kommunalwälder von Maintal, Schöneck, Niederdorfelden, Bruchköbel und Neuberg. Eine große Herausforderung für den 42jährigen, der bisher ein selbständiges Forstunternehmen geführt hat. „Mein Opa hat mir die Liebe zum Wald in die Wiege gelegt“, berichtet Richter von seinem Opa, der Waldarbeiter war und seinen Enkel oft in den Wald mitnahm. Als ich meine Ausbildung 2006 mit dem Anwärterdienst in Rheinland-Pfalz abschloss, stellten die Landesforstverwaltung gerade keine Förster ein. „Mir ist die verantwortungsvolle Aufgabe, vor die ich in diesem Revier gestellt werde, sehr bewusst“. Der erfahrene Forstpraktiker packt die neue Aufgabe mit viel Elan an. „Ich werde das Werk meines Vorgängers weiterführen und alles tun, um den hiesigen Wald für die Zukunft gut aufzustellen“.