Denn wir können die Augen nicht verschließen vor Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen und in Deutschland Schutz suchen. Deren Zahl steigt. Auch Maintal muss seit 2022 für deutlich mehr Flüchtlinge Unterkunft, Betreuung und Versorgung bereitstellen. Dies ist mittlerweile – wie für die meisten Kommunen - eine enorme Herausforderung, denn die Unterkünfte sind belegt.

Maintal erwartet auch in den kommenden Monaten hohe Zuweisungszahlen durch den Main-Kinzig-Kreis. Die Verteilung der Menschen innerhalb des Kreisgebiets geschieht dabei nach einem klar definierten Berechnungsschlüssel. „Die Unterbringung von Flüchtlingen ist nicht nur eine solidarische Aufgabe. Sie ist auch unsere humanitäre Verantwortung“, macht der Erste Stadtrat und Sozialdezernent Karl-Heinz Kaiser deutlich. Diese Aufgabe und der Anspruch, die Asylsuchenden menschenwürdig unterzubringen, wird jedoch zunehmend schwieriger.
Bereits 2022 ist die Zahl der Flüchtlinge gegenüber dem Vorjahr sprunghaft gestiegen. „In Maintal haben wir im zurückliegenden Jahr insgesamt mehr als 210 Personen ohne Berücksichtigung der Geflüchteten aus der Ukraine untergebracht – zusätzlich zu jenen, die schon länger hier leben und noch auf ihr Asylverfahren warten oder bereits anerkannt sind, aber keine Wohnung auf dem freien Wohnungsmarkt finden und deshalb gezwungenermaßen weiterhin in den Gemeinschaftsunterkünften leben“, führt Kaiser aus. Die Folge: Alle Plätze in den bestehenden Unterkünften und in angemieteten Objekten sind belegt. Auch die Errichtung der neuen Gemeinschaftsunterkunft in der Dörnigheimer Lahnstraße mit Platz für bis zu 96 Personen, die noch im ersten Quartal dieses Jahres bezogen werden soll, wird nur kurzzeitig für Entlastung sorgen. „Sie wird aber nicht den erwarteten Bedarf bis zum Jahresende 2023 decken können“, macht der Erste Stadtrat deutlich.

Kaiser wirbt eindringlich darum, privaten Wohnraum für anerkannte Geflüchtete, Geflüchtete im Anerkennungsverfahren und Geflüchtete aus der Ukraine zu melden. „Wenn wir die Menschen integrieren möchten, dann ist eine eigene Wohnung und die Perspektive auf ein eigenständiges Leben eine entscheidende Voraussetzung. Gleichzeitig benötigen wir die Plätze in den Gemeinschafts- und Notunterkünften dringend für neu ankommende Flüchtlinge“, erläutert Kaiser.

Wer sich vorstellen kann, freien Wohnraum für anerkannte Geflüchtete, Geflüchtete im Anerkennungsverfahren und Geflüchtete aus der Ukraine zur Verfügung zu stellen, kann sich unter Telefon 06181 400-342 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden.


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