Maintalbad: Neubau zu teuer für Maintal

Maintal
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Die Wahlalternative Maintal (WAM) hat der Entscheidung zum Neubau des Maintalbades in der geplanten Form für 38,4 Mio. € zzgl. 6 Mio. € Förderung vom Bund und 1 Mio. € Förderung vom Land Hessen nicht zugestimmt.



„Wir sind nicht gegen das Maintalbad“, erklärt WAM-Fraktionsvorsitzender Jörg Schuschkow, „aber wir sind der Meinung, dass Maintal sich ein Bad in dieser finanziellen Größenordnung nicht leisten kann. Uns konnte bisher niemand erklären, wie das Bad finanziert werden soll, für das ab 2028 jährliche Kosten in Höhe von 3 Mio. € auf Jahrzehnte entstehen.“ Damit werde der finanzielle Spielraum der Stadt weiter eingeschränkt. „Diese Summe entspricht einer Grundsteuererhöhung von 230 Punkten“, so Schuschkow weiter.

Zudem bezweifelt die WAM, ob auf die Zuschüsse verlass ist. Die Planer hätten erklärt, dass sie keine Gewährleistung dafür übernehmen, dass die Zuschüsse vom Bund fließen, wenn das Bad nicht, wie geplant, zum 30.11.2027 in Betrieb genommen wird. Ob dann mit einer Frist von 30 Tagen über einen Projektzeitraum von drei Jahren eine Punktlandung gelingt, bezweifelt die WAM. Und auch wenn Bürgermeisterin Böttcher in der Stadtverordnetenversammlung vom 29.04.2024 erklärt habe, dass die Bundesmittel sicher seien, sei das eine Aussage nach dem „Prinzip Hoffnung“, die der Auskunft der Planer widerspreche.

„Wir sind weiterhin der Ansicht, dass für Maintal ein eigenes Schwimmbad unabdingbar ist“, meint die stellvertretende WAM-Fraktionsvorsitzende Jana Freund. Und der Bauausschussvorsitzende Christian Wolf ergänzt: „Aber man muss die finanziellen Möglichkeiten mit dem, was man möchte, in Übereinstimmung bringen.“ Und die WAM sehe eben nicht, wie Maintal sich ohne erhebliche Belastung der Bürgerinnen und Bürger ein so teures Schwimmbad leisten kann. „Zumal sich der Main-Kinzig-Kreis vor Jahren aus der Mitfinanzierung des Bades verabschiedet hat und uns dieses Jahr dazu noch mit einer erheblichen Erhöhung der Schul- und Kreisumlage die Luft abgeschnürt hat“, erinnert Christian Wolf abschließend.


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