Die ruhigere Zeit der Sommerferien nutzten kürzlich Anke Gemein von der Wirtschaftsförderung der Stadt Maintal und Dr. Gunther Quidde, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern, zu einem intensiven Austausch über die wirtschaftliche Lage in der Region und zu Ansatzpunkten für die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts.
"Wir haben derzeit einige Projekte, die für den Wirtschaftsstandort Maintal in den kommenden Jahren sehr wichtig sind", berichtete Anke Gemein. Dazu gehört unter anderem die Entwicklung neuer Gewerbeflächen, nachdem die vorhandenen Grundstücke fast vollständig vermarktet worden sind. Auch das Gewerbegebiet westlich der Straße „Am Kreuzstein“ in Maintal-Bischofsheim will die Stadt künftig für Unternehmen und Anlieger attraktiver gestalten sowie die Nutzung der dortigen Flächen optimieren.
"Die wichtigste Aufgabe jeder kommunalen Wirtschafsförderung ist die Unterstützung der Bestandsunternehmen“, waren sich Quidde und Gemein einig. „Deshalb setzen wir unseren Fokus ganz klar auf die Betreuung der Maintaler Firmen", so Gemein weiter. Dennoch sei auch die Ansiedlung neuer Unternehmen und damit, die Schaffung neuer Arbeitsplätze eine wichtige Aufgabe.
"Die gute Arbeit der Maintaler Wirtschaftsförderung wird mir immer wieder in Gesprächen mit Maintaler Unternehmern und - das ist besonders beeindruckend - sogar von außerhalb bestätigt", lobte der IHK-Hauptgeschäftsführer. Seitens der Unternehmerinnen und Unternehmer in Maintal wird der Gewerbestandort Maintal sehr positiv bewertet. In einer schriftlichen Unternehmensbefragung im Sommer 2012 beurteilten 57 Prozent der Befragten die wirtschaftliche Entwicklung in Maintal als positiv und 33 Prozent als gleichbleibend. 82 Prozent sind mit dem Standort Maintal zufrieden.
Für Wirtschaftsförderin Anke Gemein ist die Entwicklung neuer, attraktiver Gewerbeflächen das Fundament für die wirtschaftliche Zukunft des Standortes Maintal. "Die Neuansiedlung von Unternehmen bringt neue Arbeitsplätze und neue Einwohner. Dies wiederum wirkt sich positiv auf die Gewerbesteuer und die Einkommenssteuer aus. Die ersten Schritte zur Gewerbeflächenausweisung haben wir bereits veranlasst", erklärte sie gegenüber Dr. Gunther Quidde. So sei die Erweiterung des Gewerbegebietes Ost mit dem Bebauungsplan „Gewerbegebiet Dörnigheim Ost 1“ und einer zusätzlichen Bruttobaulandfläche von 3,74 Hektar auf den Weg gebracht sowie die Ausweisung zusätzlicher Gewerbeflächen im Gewerbegebiet in Bischofsheim geplant. "Ziel des Bebauungsplanes in Bischofsheim ist die Erweiterung des bestehenden Gewerbegebietes West auf der Fläche der ehemaligen Stadtgärtnerei der Stadt Frankfurt mit 14,2 Hektar", so Gemein weiter.
„Durch den Neubau der Europäischen Zentralbank am Ostbahnhof wird der Osten Frankfurts wirtschaftlich gewinnen. Ende 2015 wird im Main-Kinzig-Kreis und damit auch in Maintal flächendeckend schnelles Internet verfügbar sein. Dann wird Maintal mit seinen Gewerbeflächen noch attraktiver werden. Ich sehe für Ihre hochprofessionelle Wirtschaftsförderung gute Chancen, interessante Unternehmen nach Maintal zu locken. Das hilft Ihnen dann auch, die finanziell anstrengende Lage Maintals zu verbessern – ohne zusätzliche Belastungen für die vorhandenen Unternehmen“, zeigte sich Quidde optimistisch.
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