30 Interessierte beim Rollator-Training des Seniorenbeirates

Maintal
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Nutzerinnen und Nutzer von Rollatoren sind im Wesentlichen ältere bis hochalte Menschen mit Einschränkungen in der Mobilität, der Kraft und/oder allgemein der Umweltsicherheit.



Das vom Seniorenbeirat auch in diesem Jahr veranstaltete Rollator-Training ist erneut auf große Resonanz bei den älteren Maintalerinnen und Maintalern gestoßen. Zu der Veranstaltung am 20. Juni auf dem Gelände des Stadtverkehrs Maintal (SVM) in Dörnigheim konnte Organisatorin Elisabeth Hoffmann, Seniorenbeirats-Mitglied, 30 Interessierte begrüßen. Thematischer Schwerpunkt unter Anleitung von Kai Lükemeier, Reha-Techniker beim Sanitätshaus Bußfeldschiller, und SVM-Busfahrer Ahmet Sahin war das Ein- und Aussteigen in und aus Bussen.

„Wenn Sie sich unsicher sind, haben Sie keine Angst, andere Fahrgäste um Hilfe zu bitten“, riet Lükemeier den 26 Frauen und vier Männern, die fast ausschließlich mit dem eigenen Rollator erschienen waren. Die Hilfsbereitschaft steige allgemein, und die jungen Leute seien viel hilfsbereiter als es die Vorurteile über sie nahelegen würden. Besonders arabischstämmige Jugendliche überraschten, so der Reha-Techniker. „Die leben oft noch in den traditionellen Familienstrukturen und haben Respekt vor dem Alter.“

Wichtigste Info der Veranstaltung war: Ist der Höhenunterschied am hinteren Einstieg trotz abgesenktem Fahrzeug und angehobenem Randstein noch zu hoch, oder der Abstand zwischen Bus und Randstein zu weit, sollten Senioren die ausklappbare Rampe nutzen – und eben genau hier um Unterstützung bei anderen Fahrgästen bitten. Grundsätzlich gelte bei der Rampe, so Lükemeier: „Vorwärts hinein und rückwärts raus.“ Dabei müsse der Rollator immer durch den dosierten Einsatz der Bremsen stabilisiert werden. Im Bus selbst schützt das Sitzen mit dem Rücken gegen die Fahrtrichtung vor dem Herauskippen bei starken Bremsvorgängen. „Sitzen Sie niemals auf Ihrem Rollator während der Fahrt“, warnte Lükemeier und riet seinen Zuhörern weiter, den Rollator im Bus aufgeklappt in Reichweite zu lassen. „Das ist Ihr gutes Recht, auch wenn Sie mal einen anderen Sitzplatz blockieren.“

Busfahrer Sahin empfahl als seniorenfreundliche, weil ruhigere Fahrzeiten den Zeitraum von 9 bis 12 und ab 14 Uhr. Von 12 bis 14 Uhr solle man wegen des Trubels durch die vielen Schüler die Busse möglichst meiden. Er musste sich mehrere Beschwerden über gleichgültige Kollegen anhören, sprach aber von Einzelfällen und riet den Rollator-Fahrern und -Fahrerinnen, sich immer vertrauensvoll an die Busfahrer zu wenden, wenn Hilfe notwendig sei. Grundsätzlich empfahl Lükemeier, den Rollator im Fachhandel individuell einstellen zu lassen und bei seiner Nutzung auf eine aufrechte Haltung zu achten. Dies erleichtere zudem das Manövrieren. Um sich gegen Taschendiebstahl zu wappnen, sollte die Handtasche möglichst nicht vorne im Rollatorkorb transportiert werden. Abgerundet wurde das rund zweistündige Rollatortraining mit einer individuellen Beratung durch Reha-Techniker Lükemeier.

Die Sprecherin des Seniorenbeirats Ellen Tappert wies die Besucher darauf hin, dass die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel im Nahverkehr für Personen mit einer Schwerbehinderung gratis sei. Beim RMV heißt es hierzu, erforderlich sei ein Schwerbehindertenausweis mit Beiblatt und gültiger Wertmarke, beziehungsweise dem entsprechenden Aufdruck. Schwerbehindertenausweise mit der entsprechenden Freifahrtberechtigung gibt es beim für Maintal zuständigen Versorgungsamt Fulda. Informationen hierzu gibt auch der Seniorenbeirat oder die Seniorenberatung der Stadt Maintal. Der Seniorenbeirat empfiehlt den Wegweiser zum Thema „Leben mit Behinderung“: https://www.einfach-teilhaben.de/ für weiterführende Informationen. "Der Seniorenbeirat wird in den nächsten Wochen und Monaten weiter auf Märkten und Festen vor Ort sein. Wir haben ein offenes Ohr für Ihre Anliegen rund ums Älterwerden. Bitte sprechen Sie uns an oder schreiben Sie uns: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!", so Tappert abschließend.

Infos: www.maintal.de/seniorenbeirat

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