Stadtverwaltung ist "Familienfreundliche Arbeitgeberin"

Offiziell bestätigt: Die Stadt Maintal ist eine familienfreundliche Arbeitgeberin. In Wiesbaden überreichte Innenminister Roman Poseck (rechts) die Auszeichnung an Bürgermeisterin Monika Böttcher (Zweite von rechts), die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte Annika Frohböse und Personalratsvorsitzenden Florian Grünert. © HMdI/Fotograf: Paul Müller

Maintal
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In Zeiten des Fachkräftemangels stehen Kommunen ebenso wie Unternehmen der Privatwirtschaft vor der Herausforderung, qualifizierte Beschäftigte zu gewinnen und langfristig zu binden.



Dabei ist für Bewerber*innen die Familienfreundlichkeit ein entscheidendes Kriterium. Die Stadt Maintal erhielt kürzlich das Gütesiegel „Familienfreundlicher Arbeitgeber“ des Landes Hessen und ist damit eine von vier Kommunen, die erstmals ausgezeichnet wurden – im Main-Kinzig-Kreis ist sie die erste überhaupt.

„Der Wettbewerb um die besten Köpfe wird immer dynamischer. Attraktive Arbeitsbedingungen, die authentisch gelebt werden, sind grundlegend für die Konkurrenzfähigkeit des öffentlichen Dienstes der Zukunft“, verdeutlichte Hessens Innenminister Professor Roman Poseck, als er vor wenigen Tagen 43 Landesdienststellen, Hochschulen und Verwaltungen aus Land und Kommunen im Schloss Biebrich als „Familienfreundlicher Arbeitgeber Land Hessen“ und „Familienfreundliche Hochschule Land Hessen“ zertifizierte.

In der Maintaler Stadtverwaltung sind flexible Arbeitszeitmodelle für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, aber auch, um die Pflege von Angehörigen mit der eigenen Berufstätigkeit verbinden zu können, seit Jahren gelebte Praxis. Auch die Möglichkeit – je nach Arbeitsplatz – mobiles Arbeiten zu nutzen, erlaubt eine Individualisierung der Arbeitszeit. Davon profitieren vor allem Frauen. Schließlich sind vornehmlich sie es, die in der Kindererziehung oder der Pflege von Angehörigen den Großteil der sogenannten Care-Arbeit übernehmen. Damit sie nicht in der „Teilzeitfalle“ landen, sondern dem Arbeitsmarkt als gut ausgebildete Fachkräfte zur Verfügung stehen, braucht es Rahmenbedingungen, die die Lebenswirklichkeit der Beschäftigten berücksichtigen.

Wie diese Lebenswirklichkeit aussieht, welche Bedarfe und Wünsche daraus resultieren, ermittelte im Vorfeld der Zertifizierung eine verwaltungsinterne Arbeitsgruppe in einem Workshop. Darin vertreten waren Beschäftigte mit Vereinbarkeitsthemen aus allen Bereichen der Verwaltung, darunter Mitarbeitende mit Kindern, Alleinerziehende, pflegende Angehörige, aber ebenso Leitungskräfte, Bürgermeisterin Monika Böttcher, sowie Vertreterinnen der Fachabteilung im Hessischen Innenministerium.

„Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren, wird aufgrund der Betreuung von Kindern und besonders mit Blick auf eine älter werdende, auf Pflege angewiesene Gesellschaft immer wichtiger. Als kommunalen Verwaltung sehe ich uns dabei in einer Vorbildfunktion, indem wir Rahmenbedingungen anbieten, die diese Vereinbarkeit ermöglichen“, beschreibt Bürgermeisterin Monika Böttcher und zuständige Personaldezernentin die Motivation für die Bewerbung Maintals um das Gütesiegel. Dazu wurde eine verbindliche Zielvereinbarung mit konkreten Zielen und Aktivitäten entwickelt, zu der sich die Stadtverwaltung gegenüber dem Hessischen Innenministerium verpflichtet hat.

„Die Stadtverwaltung Maintal bietet schon heute attraktive Arbeitsbedingungen. Gleichwohl sind wir gefordert, das Thema weiterzudenken und als Prozess zu begreifen“, betont Maintals Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte Annika Frohböse. Deshalb wird unter anderem geprüft, wo mobiles Arbeiten ausgeweitet und in welcher Form pflegende Angehörige – etwa durch Beratungen zu Leistungen und Entlastungsangeboten – unterstützt werden können.

Das Gütesiegel „Familienfreundlicher Arbeitgeber Land Hessen“ wird seit 2014 jährlich verliehen und ist ein von der Landesregierung geschaffenes Personalmanagementinstrument, um eine familienfreundliche Personal- und Organisationspolitik im öffentlichen Dienst zu verwirklichen. Seit der Einführung wurden über 450 Dienststellen Hochschulen erstmals oder erneut ausgezeichnet. Seit 2022 können auch hessische Kommunen das Gütesiegel erhalten. Die Stadt Maintal trägt das Siegel nun für zwei Jahre und kann sich dann rezertifizieren lassen.

Bereits heute bietet die Stadtverwaltung ihren Beschäftigten mit einem kostenlosen RMV Premium-Jobticket, betrieblicher Altersvorsorge, Gesundheitsprävention sowie Fort- und Weiterbildungsangeboten attraktive Vorteile. Mit dem Gütesiegel will sie dieses Profil weiter schärfen.

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Offiziell bestätigt: Die Stadt Maintal ist eine familienfreundliche Arbeitgeberin. In Wiesbaden überreichte Innenminister Roman Poseck (rechts) die Auszeichnung an Bürgermeisterin Monika Böttcher (Zweite von rechts), die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte Annika Frohböse und Personalratsvorsitzenden Florian Grünert. © HMdI/Fotograf: Paul Müller


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