VORSPRUNG - Anruf genuegt

Sie sind Folgen des weltweiten Klimawandels. Um das Klima stärker zu schützen und den Menschen besser vor den Auswirkungen der klimatischen Veränderungen zu bewahren, engagieren sich Kommunen für Klimaschutz und Klimaanpassung. In Maintal übernehmen diese Aufgabe mehrere Fachdienste der Stadt. Mit einer Serie informiert Maintal über die verschiedenen Projekte in diesem Themenfeld.

Zu den vielversprechenden Maßnahmen im Bereich der Klimaanpassung zählt die Renaturierung. Der Fachbegriff meint, dass natürliche Ökosysteme, die durch den menschlichen Eingriff beschädigt oder zerstört wurden, wiederhergestellt oder in ihrer Qualität verbessert werden. Ein Beispiel sind Fließgewässer, die einst begradigt wurden und nun wieder naturnah gestaltet werden. Dazu zählen Biegungen, Verzweigungen, Kies- und Sandbänke oder Inseln im Wasser und eine reiche Ufervegetation. So verringert sich die Fließgeschwindigkeit und es entstehen Auenlandschaften und Überschwemmungsflächen mit einer reichen Flora und Fauna und einer wichtigen Funktion für den Hochwasserschutz.

Das Bundesprogramm „Blaues Band Deutschland“ hat diese Renaturierung von Flüssen und Auen zum Ziel. Auch die Stadt Maintal nimmt daran teil unter der Federführung des Fachbereichs Umwelt und Infrastruktur. An den Main sollen Hochflutrinnen und Auen angebunden werden, um die ursprüngliche Vernetzung von Fluss, Ufer und Aue zu fördern und damit die Grundlage für mehr Biodiversität zu schaffen. Damit steigt auch der Naherholungswert für den Menschen, denn die Vegetation und der Artenreichtum laden zum Staunen und Beobachten ein und bieten einen höheren Erholungswert als begradigte Gewässer mit geringer Habitat- und Artenvielfalt. Gleichzeitig tragen die Maßnahmen zu natürlichem Hochwasserschutz bei und ergänzen damit die technischen Vorrichtungen durch die Mainmauer und die darin eingelassenen Hochwasserschotts.

In vier Planungsgebieten – im Bereich der Mainkur, auf dem Abschnitt zwischen Mainfähre und Braubachmündung, unterhalb des Frauenhains sowie im FFH-Schutzgebiet „Mainaue bei Schleuse Kesselstadt“ - werden Nebengewässer und abgesenkte Uferbereiche angelegt. Aktuell laufen die Voruntersuchungen für die Umsetzung des Hauptvorhabens, das im kommenden Jahr beginnt und bis 2035 abgeschlossen sein soll.

Teil des Hochwasserschutzes sind ebenfalls die Planungen für ein Hochwasserpumpwerk in der Bischofsheimer Rhönstraße sowie eines Hochwasserdamms entlang des Hochwasserpumpwerks Braubach. Ein Hochwasserpumpwerk entlastet die Kanalisation bei Hochwasser und starken Niederschlägen. Damit soll verhindert werden, dass bei Starkregen die Kanalisation die Wassermassen nicht mehr fassen kann und in Folge des Überlaufs tief liegende Hauseingänge, Keller oder Souterrainwohnungen überschwemmt werden.

Um solche Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung und städtischer Infrastruktur vor Starkregenereignissen gezielt zu planen und den örtlichen Herausforderungen anzupassen, wurden Starkregensimulationsmodelle erstellt. Daraus entstanden sind Starkregengefahrenkarten für Wachenbuchen und Bischofsheim. Auch Hochstadt und Dörnigheim werden diese erhalten. Die Erkenntnisse und Empfehlungen – sowohl für bauliche Veränderungen als auch Verhaltenstipps – sollen auf einer Webseite für die Bürger*innen zusammengefasst werden.


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