„Maintal steht bereits vor großen finanziellen Herausforderungen. Jetzt zusätzliche Defizite zu beschließen, wäre nicht zu rechtfertigen“, betont Heinz-Josef Mühlmeyer, Sprecher der Interessengemeinschaft. „Ein dauerhafter Fährbetrieb würde laut aktueller Berechnungen des Ingenieurbüros Habermehl & Follmann ein jährliches Defizit zwischen 165.000 und 260.000 Euro verursachen – Kosten, die letztlich die Bürgerinnen und Bürger tragen müssten.“
Die Interessengemeinschaft fordert, vor einer Entscheidung die noch ausstehenden Ergebnisse der Untersuchung des Regionalverbandes zur Mainquerung abzuwarten und diese gründlich zu prüfen. Nur auf einer vollständigen Datengrundlage könne eine Entscheidung im Sinne der Bürgerinnen und Bürger getroffen werden.
arüber hinaus kritisiert die Interessengemeinschaft die vorliegende Nutzen-Kosten-Betrachtung der Ingenieurgesellschaft Habermehl & Follmann als unvollständig und einseitig. Die Berechnung berücksichtige zentrale Aspekte nicht, darunter die nahegelegene Rumpenheimer Fähre als alternative Querungsmöglichkeit sowie die ökologischen und volkswirtschaftlichen Auswirkungen eines Eingriffs in das Naherholungsgebiet am Mainufer. Diese Versäumnisse stellten die Belastbarkeit der Studie grundsätzlich infrage.
„Wir brauchen in Maintal eine solide und verantwortungsvolle Stadtentwicklung, die wirtschaftliche Vernunft mit ökologischer Nachhaltigkeit verbindet“, so Mühlmeyer weiter. „Ein Schnellschuss in Form einer politisch motivierten Fährentscheidung würde genau das Gegenteil bewirken.“
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