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„Maintals Pleite auflösen": Lösungsansätze der BfB-Maintal

„Maintals Pleite auflösen": Lösungsansätze der BfB-Maintal

Wie die Wählergruppe “Bürger für Bürger Maintal“ mitteilt, hat sie Lösungsansätze, wie "Maintals Pleite" noch abgewendet werden kann.

Hierzu sei es wichtig, den Bürgern in Maintal die Wahrheit zu sagen und offen die wenig populären Maßnahmen anzusprechen. „Wir können über die nächsten 5 bis 10 Jahre weiter herumkrebsen oder anstatt dessen für 2 bis 3 Jahre eine harten Sparkurs fahren, um in den Folgejahren zumindest halbwegs zur Normalität zurückzukehren“, macht Jan Sarigiannidis die Zielsetzung der BfB-Maintal deutlich. "So würde jeder vernünftige private Haushalt auch handhaben", ist sich der 1. Vorsitzende der BfB Maintal sicher. Um also die Grundsteuer zu senken, ohne Haushaltssperre zu leben und die liquiden Mittel wieder in ausreichender Größenordnung zur Verfügung zu haben, sei es ganz wichtig, die Zinsbelastung der Stadt, die zur Zeit bei circa sechs Millionen Euro pro Jahr liege, entscheidend zu verringern. „Die Zinsen fressen uns jeden möglichen Handlungsspielraum auf“, gibt Heike Löffert dazu bekannt.

Die Bürger für Bürger wollen dazu alle noch nicht angefangenen Investitionen einfrieren und dafür ein Erhaltungsprogramm für städtische Infrastruktur und Gebäude schaffen, welches bis 2028 gelten soll. Darin enthalten sind auch Kürzungen bei den freiwilligen Leistungen, dies wollen die BFB-Politiker mit den Vereinen im direkten Dialog besprechen. „ Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“, sagt Klaus Gerhard, „aber wenn wir schnell aus diesem Schuldensumpf heraus wollen, müssen eben auch alle Hebel in Bewegung gesetzt werden." Damit will er alle Bürger Maintals ansprechen und wirbt um Zustimmung für einen harten, aber kurzen Sparkurs.

„Mit den bisherigen  ‚Erfüllungsgehilfen‘ aus SPD, CDU, Grünen und FDP war das jahrelang nicht möglich, hier wurden stets die Haushaltsentwürfe nur geschönt und abgenickt obwohl klar war, dass dies in 2026 noch zur Pleite führen wird“, sagt Jan Sarigiannidis vorwurfsvoll. Beim Thema Maintalbad müsse man schauen, ob und inwieweit noch Veränderungen beispielsweise in der Reduzierung von Details möglich seien, hierbei seien die bestehenden Beschlüsse aber schon obligat und ließen wenig Veränderungen zu.

Anders beim Thema Bürgerhaus in Bischofsheim, hier sei noch alles offen. Der geplante und wenig aussichtsreiche Investorenwettbewerb könne noch gestoppt werden, das bestehende Gebäude grundhaft saniert und die teure Pachtwiese für andere sinnvolle Projekte umgemünzt werden. Gleiches gelte auch für den Umzug der Feuerwehr Dörnigheim, der mit einem gleichzeitigen Neubau des Betriebshofes an anderer Stelle und der Verlegung des Stadtverkehrs-Depots bedingt sei. Hier müsse man nochmal genau schauen, ob es nicht Lösungen gäbe, die viele Millionen Euro günstiger seien.

Die BfB Maintal Leute sind sich aber auch bewusst, dass es geplante Maßnahmen gäbe, an denen nicht gerüttelt werden könne, wie beispielsweise der Neubau der Feuerwehr Wachenbuchen. Viele Entscheidungen der Vergangenheit seien fatal gewesen, darunter zählten die millionenschwere Umlegung der Abflussleitung Richtung Hanau sowie die Verschwendung von Steuermitteln bei ungenutzten Flächen und Gebäuden. „Hier wollen wir neue Prioritäten setzen, die zusammenschweißen und nicht spalten, davon hatten wir genug in den letzten Jahren“, sagt Jan Sariannidis maßgebend.

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Kommentare

0
Prof.ad.Wilfried W.
4 monate vor
Da haben Sie aber viel vor!

Die integrierten Schulden der Stadt Maintal belaufen sich per
31. 12. 2025 (Quelle: Stat. Landesamt) auf:

Gesamt: 107.213.185 EURO
Kernhaushalt: 85.244.138 EURO
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