Überwältigende Solidarität mit Nina S.

Maintal

„Wo kann man für Nina S. unterschreiben?“ Diese Frage hören Maintals Gewerkschafter immer öfter, nachdem bekannt wurde, dass Nina S. als Betriebsratsvorsitzende während ihres Urlaubs fristlos entlassen wurde.

Hanau News

Doch das ist nur ein Beispiel, welche Auswirkungen der Solidaritätsaufruf des Maintaler DGB zeitigt. Innerhalb von gerade einmal zwei Tagen entwickelte sich ein Zuspruch den sich die Gewerkschafter so nicht vorgestellt hatten. „Wir kommen teilweise mit dem Ausliefern der Unterschriftslisten und der Beantwortung von Anfragen nicht zeitnah nach. Eine solche Solidarität habe ich bisher nur erlebt, als Honeywell damals auf der Kippe stand“, erklärt Klaus Seibert vom DGB Maintal, der damals in Maintals ehemals größten Betrieb jahrelang im Betriebsrat aktiv war.

Die Maintaler Gewerkschafter berichten von Unterschriftensammlungen in den Betrieben du Büros. Unterstützung kam von Kolleginnen und Kollegen von Real wie auch von den Betriebsräten aller größeren Metall- und Textilbetriebe im Main-Kinzig-Kreis. Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD Main-Kinzig sprach sich genauso gegen die Entlassungen aus wie die Kreisverbände der Linken und der DKP. Auch haben die hiesigen Landtags- und Bundestagsabgeordnete Barbara Cárdenas und Sabine Leidig (beide Die Linke) Nina S. ihre Unterstützung ausgedrückt. Der Vorsitzende des Hanauer Mietervereins Hans-Egon Heinz und der komplette Vorstand des DGB Main-Kinzig mit Klaus Ditzel, Betriebsratsvorsitzender von Norma in Maintal, an der Spitze gehören auch zu den Erstunterzeichnern.

Dabei beschränkt sich die Unterstützung für die Forderung nach Wiedereinstellung von Nina S. nicht mehr nur auf den Main-Kinzig-Kreis. „Wir kommen mittlerweile Anfragen weit über den Kreis hinaus“, erklärt der Vorsitzende des DGB-Ortsverbands Herbert Hept. „Mit dabei sind Kolleginnen und Kollegen aus anderen Real-Filialen, ehemalige Beschäftigte von Schlecker oder von Kaufhäusern, die die Willkür der Geschäftsführung von Real bzw. dem Mutterkonzern Metro verurteilen. Auch dass die fristlose Entlassung von Nina S. in ihrem Urlaub in einer Zeit erfolgt, in der der Konzern Filialen schließt, fällt mehr als nur unangenehm auf.

„Nach gerade einmal zwei Tagen eine solche Wellen der Solidarität zu erleben, damit haben wir Wahrlich nicht rechnen können. Das stimmt uns optimistisch, Real von dem falschen Weg abbringen zu können. Um dies zu erreichen, werden wir unsere Aktionen fortführen und verstärken“, erklären dazu Maintals Gewerkschafter. Ein erstes Koordinationsgespräch hatte dazu am Donnerstag im Hanauer Gewerkschaftshaus stattgefunden.


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