Mehrere Maintaler Bürgerinnen und Bürger wurden in den vergangenen Wochen und Monaten von verschiedenen Firmen aufgefordert, ihre Abwasserkanäle zu überprüfen.
Mehrere Maintaler Bürgerinnen und Bürger wurden in den vergangenen Wochen und Monaten von verschiedenen Firmen aufgefordert, ihre Abwasserkanäle zu überprüfen.
Sie wurden darauf hingewiesen, dass alle Hauseigentümer nach einem neuen Gesetz verpflichtet seien, ihre privaten Abwasserkanäle auf ihren jeweiligen Grundstücken überprüfen und bei vorhandenen Schäden sanieren zu lassen. Das berichtet Martin Weiß vom Fachdienst Stadtentwicklung und Umwelt der Stadt Maintal und beruhigt die verunsicherten Eigentümern sogleich: „Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer sollten ihre Abwasserleitungen auf Bauzustand und Dichtheit erst prüfen lassen, wenn akute Probleme (Kanalverstopfungen, Einbrechen der Erdüberdeckung über dem Kanal, etc.) vorliegen. Vorher brauchen sie sich nicht um eine Überprüfung kümmern.“
In Hessen wurde zwar mit der Abwassereigenkontrollverordnung im August 2010 die Dichtheitsprüfung auch für private Abwasserleitungen („Zuleitungskanäle“) eingeführt. Die Prüfung ist laut dieser Verordnung erstmals bis zum 31. Dezember 2024 zu erledigen und den Kommunen wurde die Federführung für die Umsetzung dieser gesetzlichen Pflicht aufgetragen. „Genau diese Verpflichtung wurde vom Land Hessen jedoch bereits im Jahre 2012 bis auf weiteres auf Eis gelegt. Alle Maintaler Hauseigentümer sollten deshalb einfach abwarten, bis wir als Stadtverwaltung uns bei ihnen melden“, rät Martin Weiß. In Hessen ist vorgesehen, dass die Prüfung der öffentlichen Kanäle und der privaten Abwasserleitungen kostensparend gemeinsam unter der Regie der Stadt- oder Gemeindeverwaltung erledigt wird. Wiederholungsprüfungen sind dann erst wieder nach weiteren 30 Jahren vorgeschrieben. Mit der Dichtheitsprüfung will man die Umwelt besser schützen: Denn durch undichte Leitungen können hohe Abwasser-Mengen ins Grundwasser gelangen und es verschmutzen.
Firmen, die am Telefon oder an der Haustür unaufgefordert ihre (häufig überteuerten) Dienste für eine Kanalüberprüfung und -sanierung anbieten, sollten getrost abgewiesen werden. Grundsätzlich sollte in allen Angelegenheiten der Kanalsanierung stets ein erfahrenes Ingenieurbüro eingeschaltet werden und nicht direkt eine Kanalbaufirma beauftragt werden.
„Wer in solchen Situationen unsicher ist, kann sich natürlich jederzeit auch an uns wenden und nachfragen“ erklärt Martin Weiß. Ansprechpartner im städtischen Fachdienst Stadtentwicklung und Umwelt sind Martin Weiß und Yvonne Dannhausen, erreichbar unter Telefon 06181/400429 oder 400265 oder per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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