In der letzten Stadtverordnetenversammlung stellte Bürgermeister Erhard Rohrbach die Ergebnisse aus dem Projekt Innenentwicklung im Gewerbegebiet Mitte (PIG) vor.
In der letzten Stadtverordnetenversammlung stellte Bürgermeister Erhard Rohrbach die Ergebnisse aus dem Projekt Innenentwicklung im Gewerbegebiet Mitte (PIG) vor.
„Unter Beteiligung des Regionalverbands FrankfurtRheinMain sowie mit fachlicher Unterstützung des Planungsbüros DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft war unser Ziel, das Gewerbegebiet Mitte südlich der Edmund-Seng-Straße zwischen den Stadteilen Hochstadt und Dörnigheim wieder attraktiver zu gestalten“, berichtet sie. Rund ein Jahr lang war die Stadt Maintal dafür im Austausch mit den im Gewerbegebiet ansässigen Unternehmern und Eigentümern. Zahlreiche Verbesserungen habe die Projektgruppe in dieser Zeit auf den Weg gebracht.
„Nach einer Bestandsaufnahme im vergangenen Jahr haben wir zunächst sieben Einzelinterviews mit Grundstückeigentümern durchgeführt, in denen sie die Situation im Gewerbegebiet aus ihrer Sicht schildern konnten“, so Anke Gemein. Wie die Unternehmerinnen und Unternehmer berichteten, existiert im Gebiet grundsätzlich eine gut funktionierende Struktur. Allerdings habe das in den 50er bis 80er Jahren entwickelten Areal mittlerweile deutlich an Attraktivität verloren: „Unternehmen sind abgewandert, es gab viele Leerstände und im Gegensatz dazu relativ viele Wohnhäuser. Die Parkplatzsituation war ein Dauerthema. Auch der geplante Bau der nordmainische S-Bahn sowie deren Bedeutung und Auswirkung auf das Gebiet beschäftigt die Eigentümer und Unternehmen“, erklärt Wirtschaftsförderin Anke Gemein.
Nach den vorbereitenden Interviews trafen sich im Sommer vergangenen Jahres alle Interessierten Eigentümer und Unternehmer/innen gemeinsam mit der Verwaltung zu einer Planungswerkstatt, um die Ziele für das Projekt herauszuarbeiten: Eine Verbesserung des ruhenden Verkehrs, die Verkehrssicherheit in der Edmund-Seng-Straße, Attraktivitätssteigerung und Ansiedlung neuer Firmen, weniger Leerstände und Werterhalt der Immobilien sowie die städtebauliche Aufwertung und Verbesserung von Verkehrsführung und Parkplatzsituation. „Außerdem haben wir gemerkt, dass die Eigentümer und Unternehmen sich eine bessere Vernetzung wünschen, sowohl untereinander als auch mit uns als Ansprechpartner der Stadt Maintal“, berichtet Anke Gemein.
In einem Abschlussgespräch Ende März zogen Stadt und Anlieger noch einmal eine Bilanz des Projektes. „Besonders gefreut haben wir uns, dass wir mit den Eigentümern gut ins Gespräch gekommen sind. So konnten beispielsweise einige Leerstände zwischenzeitlich wieder belegt werden“, so Bürgermeister Erhard Rohrbach. In der Ohmstraße und Voltastraße wurden Falschparker verstärkt von der städtischen Ordnungsbehörde kontrolliert, im gesamten Gebiet wurde außerdem ein Informationsflyer zum Thema Parkplatzregelung und Straßenreinigung verteilt. Außerdem habe man in Absprache mit den Eigentümern einige Regelungen zur Verbesserung der Parkplatz-Situation getroffen: „Beispielsweise in der Edmund-Seng-Straße. Dort haben wir den Parkbereich für LKWs im Hinblick auf die Verkehrssicherheit etwas verkürzt“, so Rohrbach.
Eine Entwicklung und Aufwertung des Gewerbegebiets Mitte im größeren Rahmen könnte im Zuge des Baus der Nordmainischen S-Bahn geschehen. „Aus der Planung ergeben sich städtebauliche und wirtschaftliche Chancen für das Areal: Eine bessere Anbindung, mehr Frequenz sowie eine Attraktivitätssteigerung und neue Nutzungsperspektiven“, so Anke Gemein. Eine andere, kleine Maßnahme, um das Gebiet freundlicher zu gestalten, könnte jedoch sofort in Angriff genommen werden: „Die unansehnlichen Verteilerkästen in der Bahnhofstraße können leider nicht, wie von den Anliegern gewünscht, an einen anderen Standort verlegt werden. Wie einige andere Objekte im öffentlichen Raum in Maintal könnten sie jedoch mit Streetart-Kunst verschönert werden“, erklärt die Wirtschaftsförderin.
Im nächsten Jahr werden die Eigentümer und Unternehmen aus dem Gewerbegebiet Mitte noch einmal von den Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Maintal zum Austausch eingeladen. „Uns ist es wichtig, im Gespräch zu bleiben und eine Bilanz dessen zu ziehen, was sich getan hat“, so Anke Gemein abschließend.
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