Jugendprojekt Railway startet durch

Maintal

„Auch, wenn wir mit unserer Veranstaltung den bestimmt heißesten Tag des Jahres und so sicherlich schwierige Rahmenbedingungen erwischt haben.

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waymainwaymain1Mit der Resonanz sind wir sehr zufrieden. Über den Tag verteilt kamen viele Leute vorbei, um sich umzusehen und mit uns ins Gespräch zu kommen“, so Bryan Förderer. Er ist einer der Gruppensprecher des Jugendprojektes „Railway“. Gemeinsam mit über dreißig Jugendlichen im Alter von 13 bis 22 Jahren aus allen Maintaler Stadtteilen hat er es sich zur Aufgabe gemacht, weitestgehend eigenständig in und um eine Lagerhalle in der Dörnigheimer Eichenheege Angebote wie ein Jugendcafé, Bandproberäume sowie einen Skate- und Bikepark zu schaffen. Von den Fortschritten konnten sich bei einer Benefizveranstaltung vergangenen Sonntag rund 150 Interessierte vor Ort persönlich überzeugen.

Das Rahmenprogramm der Veranstaltung war umfangreich: Erfahrene Graffiti-Künstler gestalteten die großflächigen Innenwände der Halle, während andere im Rahmen eines Graffiti-Contests unter der Schirmherrschaft der Maintaler Kinderbeauftragten Monika Böttcher Leinwände nutzten, um darauf ihre Kunstwerke zu sprayen. Auch das Musik-Programm konnte sich sehen lassen. Auf einer riesigen Bühne vor der Halle traten regionale Musiker auf. „Ein beliebter Ort war an diesem heißen Tag vor allem aber der aufblasbare Pool – er war den ganzen Tag über mit Jugendlichen gefüllt, die sich darin mehr oder weniger freiwillig abkühlten“, so Bryan Förderer schmunzelnd.

„Die am Sonntag auf den Leinwänden entstandenen Graffitis können sich durchweg sehen lassen. Geplant war, sie an der Kopfseite der Halle aufzuhängen und an die Meistbietenden zu versteigern. Doch nun gefallen sie einigen Jugendlichen so gut, dass sie sie gar nicht mehr verkaufen wollen. Hier müssen wir uns noch etwas einfallen lassen. Wahrscheinlich versteigern wir einfach regelmäßig hier entstandene Kunstwerke und lassen immer noch einige Werke hängen. Dadurch würde sich auch das Gesicht der Halle ständig wandeln“ erzählt Bryan Förderer.

Er blickt gemeinsam mit seinen Mitstreitern mit Spannung in die Zukunft: „Wir freuen uns darauf, die Halle weiter einzurichten. Demnächst steht ein Handwerker-Kurs auf dem Programm. Ein Fachmann wird uns eine Sicherheitseinweisung in unsere Werkzeugmaschinen geben, damit wir Rampen und Hindernisse für unseren Bike- und Skateparcours aus Holz selbst bauen können. Bis Anfang 2016 soll dann alles fertig sein und wir können unsere Pforten für alle Jugendlichen öffnen. Gerne dürfen sich aber noch Leute bei der Umsetzung des Projektes beteiligen - helfende Hände oder auch Spenden sind immer erwünscht“, so Bryan Förderer.

Klaus Carl vom städtischen Fachdienst Jugendarbeit begleitet die Gruppe. Er dankt insbesondere den Eltern der beteiligten Jugendlichen: „Ohne deren Engagement wäre ‚Railway‘ kaum möglich. Seit Beginn des Projektes im April leisten sie in zahlreichen Stunden wertvolle Arbeit. Sie stellen regelmäßig ihre handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis, sorgen für die Verpflegung oder unterstützen bei  Reinigungsarbeiten. Dieser Einsatz ist in der offenen  Jugendarbeit eigentlich nicht üblich. Umso mehr freuen wir uns darüber“, so Klaus Carl. Nicht nur die Eltern, sondern auch die zahlreichen Sponsoren wie die Maintal Werke GmbH, die Energieversorgung Offenbach, Globus Maintal, Sparkasse Hanau, Fraport Frankfurt, M-net, Bright Maintal, Ice age Ice Maintal, der Vereinsring Maintal oder die Bürgerhilfe Maintal, Sto Farben Maintal, Arbeitsschutz Leip GmbH & Co. KG Maintal, Creativ Vision Nidderau, Kämper Baudekoration Bruchköbel und die City 1 Grundbesitz GmbH Neu Isenburg tragen maßgeblich zum Erfolg des Projektes bei.

Weitere Informationen zum Projekt erhalten Interessierte unter http://www.railway-maintal.de/ und https://www.facebook.com/railwaymaintal

Zum Hintergrund: Die Idee eines Jugendcafés ist in Maintal nicht unbedingt neu: Bereits von 2004 bis 2013 wurde eines in der Dörnigheimer Neckarstraße von Jugendlichen betrieben. Die Räumlichkeiten mussten jedoch aufgrund des Eigenbedarfes der Stadt aufgegeben werden. Im Bürgerhaushaltsprozess 2013 entwickelte sich daraufhin eine neue Jugendgruppierung, die es sich zum Ziel setzte, eine deutlich erweiterte Form eines Jugendcafés aufzubauen. Der Vorschlag erhielt sehr großen Zuspruch. Im Haupt- und Finanzausschuss Ende März diesen Jahres erhielt das Vorhaben dann auch seitens der politischen Gremien grünes Licht. Seit April gestalten sich die Jugendlichen ihre Halle. Bislang wurden der Raum für das Café sowie die Küche und die Theke in Eigenleistung hergerichtet. In der Halle soll unter anderem ein Bandproberaum sowie ein Bike- und Skateparcour entstehen. Auch für das Außengelände gibt es sportliche Planungen: Hier könnte bald eine Dirt-Bike-Strecke und ein Skatepark entstehen. Das Projekt soll nach einer städtischen Anschubfinanzierung durch eine Mischfinanzierung aus städtischem Zuschuss sowie Sponsoring, Spenden, Eintrittsgeldern und Einnahmen aus Kursangeboten, Kooperationen und Untervermietungen getragen werden.

Foto: In der großen Halle soll ein Bike- und Skateparcours entstehen – Die Rampen und Hindernisse aus Holz wollen die Jugendlichen selbst bauen.

Foto: Beim Graffiti-Contest unter der Schirmherrschaft der Maintaler Kinderbeauftragten Monika Böttcher entstanden auf Leinwänden viele Kunstwerke. Diese sollen demnächst versteigert werden, der Erlös kommt dem Projekt zu Gute.


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