Wohnungsbaukonzept in Maintal: Politik gegen die Bürger

Maintal

Eigentlich sei das Konzept Erich Pipas zum preiswerten kommunalen Wohnungsbau leicht zu verstehen.

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"Die jüngsten Äußerungen der Grünen, der FDP und des parteilosen Ersten Stadtrats Sachtleber in der Maintaler Stadtverordnetenversammlung zeigen aber, dass das offensichtlich nicht für alle gilt", wundert sich Christoph Degen, Parteivorsitzender der SPD Main-Kinzig.

„Ich wiederhole es aber auch gerne nochmal: Eine kreisweite Studie hat gezeigt, dass in den nächsten Jahren bis zu 15.000 Wohnungen im Main-Kinzig-Kreis fehlen werden. Ohne öffentlich geförderte Projekte ist dieser Bedarf nicht zu decken. Allerdings ist der klassische soziale Wohnungsbau hier nicht das erfolgreiche Modell, weil dessen niedrige Einkommensgrenzen an der Realität vorbeigehen. Ein Zwei-Personenhaushalt darf im staatlich geförderten sozialen Wohnungsbau nur rd. 23.000 Euro Jahreseinkommen erzielen, um in den Genuss einer preisgünstigen Wohnung zu kommen. Junge Familien liegen aber oft über diesen Einkommensgrenzen, haben aber trotzdem Bedarf an preisgünstigem Wohnraum“.

Und hier setze das Konzept Erich Pipas an: Die Kommune stelle einem Investor ein geeignetes Grundstück in Erbpacht zur Bebauung bereitstellt. Die Kommune erhalte dafür das Belegungsrecht für die entstandenen Wohnungen. Dieses Modell lasse einen Mietpreis von unter 7 Euro pro Quadratmeter zu. „Die Stadt Maintal dagegen will eigene Grundstücke zu Marktpreisen an einen Investor verkaufen. Wie sich damit noch eine preiswerte Miete ergeben soll, ist mir schleierhaft“, mahnt Degen. Bedenklich findet er auch, dass der Erste Stadtrat nur Flüchtlingsunterkünfte bauen möchte. Damit wird eine Ghettobildung begünstigst und der Wohnraumbedarf von Familien und Rentnern besteht weiterhin. „Für mich eine Politik nicht für, sondern gegen die Bürgerinnen und Bürger. Zum Glück gebe es im Main-Kinzig-Kreis aber andere Kommunen, die vernünftiger handeln. Freigericht und Gelnhausen sind bereits in konkreten Gesprächen mit Investoren zur Umsetzung des Modells von Erich Pipa“, freut sich Degen.


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