Mit der Kommunalwahl am 6. März ist nicht nur die Maintaler Stadtverordnetenversammlung neu gewählt worden.

„In Anlehnung an die Legislaturperioden der Kommunalpolitik werden die ehrenamtlichen Vertreterinnen des Frauenbeirates wie auch die Maintaler Stadtverordneten jeweils für fünf Jahre benannt“, erklärt Anne Denecke. Sie sprach den Frauen ihre Anerkennung für das Engagement und den Einsatz der letzten Jahre aus. Auch Bürgermeisterin Monika Böttcher würdigte die Arbeit des ausscheidenden Frauenbeirates: „Die Vertreterinnen des Gremiums waren immer an und auf der Seite von Frauen“, betonte sie.
So unterstützte der Beirat unter anderem Spendenaufrufe zur Finanzierung einer Reis-Erntemaschine für ein Dorf in Gambia. Er gab die Anregung zum Frauenschwimmen im Maintalbad, das im Hallenbad ab 16. September immer freitags von 10 bis 11 Uhr stattfinden wird, und betrieb Öffentlichkeitsarbeit zu verschiedenen Initiativen wie etwa dem Equal Pay Day. Auch nahmen die Vertreterinnen Stellung beispielsweise zum Thema Alterssicherung von Frauen oder den sexuellen Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht in Köln und anderen Städten. „Außerdem haben wir Selbstverteidigungskurse für Seniorinnen angeregt, die vom Frauenbüro durchgeführt wurden, und die sehr gut besuchte Ausstellung `Wie will ich leben wenn ich alt bin‘ “, berichtet Frauenbeirats-Sprecherin Karin Müller.
Neben den „sichtbaren“ Aktivitäten wie der Ausstellung oder der Gestaltung des Frauenhains hat sich der Maintaler Frauenbeirat zum Ziel gesetzt, frauenrelevante Themen aufzugreifen und daraus Perspektiven und Forderungen zu erarbeiten – etwa in der Bewertung des Bürgerinnen- und Bürgergutachtens zur Stadtentwicklung in Maintal. Gemeinsam mit der Frauenbeauftragten gestaltet der Beirat außerdem die jährlichen Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag, ist an den Maintaler Frauenwochen im März beteiligt, organisiert Informationsabende und ist offen für Vorschläge und Initiativen von Maintaler Bürgerinnen und Bürgern.
Im Rahmen der Frauenwochen findet seit fünfzehn Jahren auch eine Feierstunde für Maintaler Ehrenamtlerinnen statt. „Mit den Baumpflanzaktionen im Frauenhain am Mainufer würdigen wir die Leistung von Frauen, die sich in ihrer Freizeit für Andere einsetzen – zum Beispiel in den Kirchengemeinden, der Seniorinnenarbeit, der Flüchtlingshilfe oder der Kinder- und Jugendhilfe“, so Anne Denecke. Zu den jährlichen Terminen gehören auch der Hanauer Stadtlauf „Nein zu Gewalt an Frauen“, der Gedenktag der Frauenselbsthilfe nach Krebs zum Lichterfest Lucia am 1. Oktober sowie der Internationale Tag „Keine Gewalt an Frauen“ am 25. November.
Im Maintaler Frauenbeirat arbeiten Vertreterinnen verschiedener Gruppen mit. In den letzten fünf Jahren kamen die Ehrenamtlerinnen des Gremiums aus den Evangelischen und Katholischen Kirchen, dem Maintaler Tagespflegeprojekt, dem Stadtelternbeirat und dem Seniorenbeirat, der Frauenselbsthilfe nach Krebs, der Ortsgruppe des Deutschen Gewerkschaftsbundes und dem Stadtteilzentrum Bischofsheim mit dem Internationalen Frauentreff. Vertreterinnen aus den politischen Fraktionen im Stadtparlament und dem Magistrat haben zudem beratende Funktion.
Die nächste Sitzung des Gremiums findet nach Ernennung des „neuen“ Frauenbeirates statt und wird rechtzeitig in der Tagespresse angekündigt. Interessierte sind zu den öffentlichen Treffen jederzeit willkommen. Informationen für Frauen und Mädchen gibt es auch auf der Internetseite der Stadt Maintal www.maintal.de unter dem Stichwort „Frauenbüro“.
Foto: Der Maintaler Frauenbeirat im Juni 2015 vor dem Stadtteilzentrum Bischofsheim anlässlich der Vorstellung von Monika Böttcher als Bürgermeister-Kandidatin. Foto: Stadt Maintal, Frauenbeirat
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