Wie wollen wir die Verkehrswege in Maintal künftig gestalten? Was sind wichtige Verkehrsverbindungen?
Wie wollen wir die Verkehrswege in Maintal künftig gestalten? Was sind wichtige Verkehrsverbindungen?
Sollen sich Fußgängerinnen und Fußgänger, Radfahrerinnen und Radfahrer sowie Kraftfahrzeugfahrerinnen und Kraftfahrzeugfahrer auf unseren Verkehrsflächen gleichberechtigt bewegen können? Was müssen wir tun, um für mehr Sicherheit zu sorgen? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Ende Juni an einem Samstag bei einer ganztägigen gemeinsamen Sitzung des Hauptausschusses für Finanzen und Stadtentwicklung sowie des Ausschusses für Umwelt, Bau, Verkehr, Energie und Klimaschutz. Es war die Auftaktveranstaltung für die Entwicklung eines „integrierten Verkehrsentwicklungsplans“ für die Stadt Maintal.
Anlass zur Entwicklung eines solchen Konzeptes gab unter anderem der Bürgerhaushalt 2013. Dort wurde die Erstellung eines integrierten Verkehrsentwicklungsplans (VEP) von den Bürgerinnen und Bürgern befürwortet und im Anschluss von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Mit der Aufgabe betraut wurde daraufhin das Planungsbüro IMB Plan GmbH aus Frankfurt am Main. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung präsentierte das beauftragte Planungsbüro eine Bestandsaufnahme neuralgischer Verkehrsflächen, an denen aus ihrer Sicht eine Umgestaltung sinnvoll wäre. Die Planer analysierten die Verkehrsinfrastruktur mit Blick auf die historische Entwicklung Maintals und die Einbindung in die überörtlichen Verkehrssysteme. Eine besondere Bedeutung nehmen hierbei die Verkehrsverbindungen zwischen den vier Stadtteilen ein. Ein Blick in die Zukunft durfte bei der Präsentation des Planungsbüros nicht fehlen. So ist der geplante Bau der Nordmainischen S-Bahn oder des Riederwaldtunnels bei der Entwicklung des VEP zu berücksichtigen, ergeben sich daraus schließlich auch in Maintal neue Möglichkeiten für die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer.
Neben den politischen Vertreterinnen und Vertretern nahmen auch Bürgerinnen und Bürger aus den vier Maintaler Stadtteilen sowie Vertreterinnen und Vertreter der Stadtleitbildgruppe Radfahrer und Fußgängerfreundliches Maintal (RuFF), des Seniorenbeirates und des Kreiselternbeirates an der Sitzung teil. Nach dem Vortrag des Planungsbüros konnten sie weitere Standorte nennen, die sie in Hinblick auf die Verkehrssituation gern näher betrachten wollten. Alle genannten Standorte wurden im Anschluss in einer gemeinsamen Bustour abgefahren und diskutiert. Auch über mögliche Lösungen und Themen, die im VEP berücksichtigt werden sollen, wurde gesprochen.
Ein integrierter Verkehrsentwicklungsplan ist ein Planwerk, das für einen Zeitraum von 15 bis 20 Jahren ein Leitbild für die künftige Verkehrsentwicklung der Stadt und die damit verbunden Maßnahmen aufzeigt. Er enthält Ziele und Strategien für eine zukunftsfähige Verkehrsentwicklung und die damit verbundenen Erfordernisse für den Ausbau oder auch die Veränderung der Verkehrsinfrastruktur. Hierbei sollen die Belange aller Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt berücksichtigt werden, ebenso wie die Umfeld- und Umweltverträglichkeit der verschiedenen Verkehrsarten. Der VEP ist damit eine wichtige Orientierung für Bürgerschaft, Politik und Verwaltung. Der letzte Maintaler „Generalverkehrsplan“ stammt aus dem Jahr 1985.
Der Auftaktveranstaltung werden weitere Ausschusssitzungen zu diesem Thema folgen. Informationen zum Prozess erhalten Interessierte auf www.maintal.de unter der Rubrik Leben in Maintal/ Bauen und Umwelt/ Planen und Bauen unter der Überschrift „Integrierter Verkehrsentwicklungsplan“.
Foto: Viele Personen sind bei der Erstellung eines integrierten Verkehrsentwicklungsplans für die Stadt Maintal beteiligt. Foto: Stadt Maintal, Ruth Karich
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