Zisterne bei Neubau zwingend vorgeschrieben

Maintal

Seit dem 22. Februar 2016 ist in Maintal eine neue Entwässerungssatzung (EWS) in Kraft, die eindeutige Vorschriften zum Umgang mit Regenwasser für Neubauten enthält.

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„Auf jedem Grundstück ist für die Aufnahme des Niederschlagswassers eine Zisterne zu errichten“, so Paragraf 5, Absatz 4. „Die Nutzung von Regenwasser auf dem eigenen Grundstück hat viele Vorteile. Die Geldbeutel der Bürgerinnen und Bürger sowie die Umwelt profitieren gleichermaßen“, erklärt Yvonne Dannhausen, Umweltingenieurin bei der Stadt Maintal.

Anlass und Hintergrund dieser Satzungsänderung sind die Stark- und Dauerregenereignisse der letzten Jahre. Überschwemmungen, vollgelaufene Keller und die Überflutung von Unterführungen – zum Teil mit verheerenden Folgen – treten immer häufiger auf. „Größere Kanalbauwerke zu errichten, ist keine Lösung“, weiß Dannhausen. „Der Bau ist sehr teuer, technisch in der Ortslage kaum noch zu realisieren und die Unterhaltskosten sind hoch. Beides sind Ausgaben, die den Abwassergebührenhaushalt unnötig strapazieren.

Private Regenwasser-Speicherräume leisten gute Dienste bei Starkregen. Sie sorgen, wesentlich effektiver als größere Straßenkanäle, dafür, dass das Regenwasser zurückgehalten und nicht ungebremst der Kanalisation zugeführt wird. Die Regenwassernutzung ist längst Stand der Technik. Unter dem Motto „Nutzen statt Ableiten“ sollte bei jedem Hausbau der Umgang mit Regenwasser geplant werden. Mit einfachen Maßnahmen kann Regenwasser bei einem Neubau für die Toilettenspülung und für die Gartenbewässerung verwendet werden. Das spart kostbares Trinkwasser und reduziert nachhaltig die Abwassergebühr.

Neben den Zisternen schreibt die EWS unter Paragraf 5, Absatz 5 bei Neubauten die Errichtung von Retentionsräumen vor. Diese Maßnahme soll die ungedrosselte Einleitung von Regenwasser in das städtische Kanalnetz vermindern. Eine Forderung, die sich zunächst schwierig anhört, doch der Bau von Zisterne und Rückhalteraum kann auch „als kombiniertes Bauwerk“ erfolgen. Dem Nachteil einer hohen Anfangsinvestition stehen viele Vorteile gegenüber, die langfristig Geld sparen und ökologisch sinnvoll sind. Kostbares Trinkwasser wird nicht unnötig verschwendet und das Regenwasser kann direkt vor Ort genutzt oder zur Neubildung von Grundwasser verwendet werden.

Was übrigens für Neubauten gilt, muss für Altbauten nicht schlecht sein. Zwar gibt es bislang keine Vorschriften zur Um- oder Nachrüstung von Bestandsgebäuden, doch das Rechnen lohnt sich allemal. Denn schon mit einfachen Maßnahmen wie Ökopflaster oder Dachbegrünungen kann jede Hausbesitzerin und jeder Hausbesitzer den natürlichen Wasserkreislauf unterstützen. Für Fragen zur Regenwassernutzung und zum Bau von Zisternen und Retentionsräumen wenden sich Interessierte an Yvonne Dannhausen oder Martin Weiß vom Fachdienst Stadtentwicklung und Umwelt der Stadt Maintal unter Telefon 06181 400-265 bzw. -429 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


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