Verbrennen von Grünabfällen ist gefährlich und kann teuer werden

Maintal

Wenn im Herbst in Kleingärten und auf Streuobstwiesen von Maintal der Grünschnitt ansteht, gibt es bei der Entsorgung eine scheinbar einfache Lösung: Verbrennen – es wird schon keiner merken.

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Dass bei solchen Aktionen jedoch eine große Gefahr für die öffentliche Sicherheit und die Umwelt besteht, machen sich bislang nur die Wenigsten bewusst. Dabei kann unnötiger Ärger ganz leicht vermieden werden. Entweder durch Kompostierung oder durch das rechtzeitige Anmelden einer Verbrennung von Grünschnitt in erlaubten Gebieten.

„Grünabfälle auf dem eigenen Grundstück zu kompostieren, ist die beste Lösung“, wissen die Abfallberaterinnen Kerstin Franz und Ingrid Hegenbarth-Müller. Die Kompostierung trägt unter anderem dazu bei, dass wertvolle Rohstoffe weiter als Düngemittel genutzt werden. Wer nicht vor Ort kompostieren kann, nutzt die Abfallsammelstellen der Stadt Maintal. Für private Anlieferungen aus Maintal ist die Abnahme einer Menge von bis zu einem Kubikmeter Grünabfall je Öffnungstag kostenlos.

Darüber hinaus können Eigentümerinnen und Eigentümer von Streuobstwiesen und Gärten zusätzliche Service-Leistungen nutzen – zum Beispiel eine sehr erfolgreiche Häckselaktion in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Streuobst. „Wir merken, dass unsere Angebote und Beratungen erfolgreich sind und erhalten positive Rückmeldungen. Deshalb möchten wir damit noch mehr Menschen erreichen und über die Gefahren aufklären“, betonen Freia Klinkert-Reuschling und Martin Weiß vom Fachdienst Stadtentwicklung und Umwelt.

Wer keine Alternativen zum Verbrennen sieht oder nutzen kann, dem müssen die Gefahren und die einzuhaltenden Regularien bewusst sein. So ist jedes geplante Verbrennen zwingend beim zuständigen Fachdienst Brandschutz unter Telefon 06181 400-311 anzumelden. Dort wird dann genau geprüft, ob die Verbrennung an der geplanten Stelle erlaubt ist. „Denn das ist nur an sehr wenigen Stellen in Maintal der Fall“, erklärt Thomas Giesel vom städtischen Fachdienst Brandschutz, Rettungswesen und Katastrophenschutz.

Illegales oder eigenmächtiges Verbrennen ohne Genehmigung kann teuer werden: Das Regierungspräsidium Darmstadt als Abfallbehörde und die Maintaler Ordnungsbehörde verfolgen alle Fälle, in denen Abfall gesetzeswidrig verbrannt wurde. Nicht genehmigtes Verbrennen führt dann zu zahlungspflichtigen Löscheinsätzen der Maintaler Feuerwehr. Das Anstecken von Grünabfall ist nicht ohne Grund fast überall in Maintal verboten. Ein generelles Verbot gilt für örtliche Landschaftsschutzgebiete. Zudem sind Mindestabstände beispielsweise zur Wohnbebauung, zu Landesstraßen, Bäumen, landwirtschaftlichen Gebäuden oder Hochspannungsleitungen einzuhalten. Ein Funkenflug in Richtung einer Gasanlage kann ebenfalls fatale Folgen haben.

Wer trotz alledem wissen möchte, ob das Verbrennen von Grünschnitt auf seinem Grundstück erlaubt ist, kann auf www.maintal.de unter dem Stichwort Leben in Maintal / Bauen und Umwelt/ Abfallwirtschaft einen Informationsflyer herunterladen. Die dort abgebildete Karte zeigt alle per Verordnung von der Verbrennung ausgeschlossenen Flurbereiche in Maintal an. Fragen beantwortet auch das Team vom Fachdienst Stadtentwicklung und Umwelt telefonisch unter der Nummer 06181 400-401 (Freia Klinkert-Reuschling) oder 06181 400-429 (Martin Weiß) sowie per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Die Übersicht über alle Entsorgungsmöglichkeiten in Maintal erhalten Bürgerinnen und Bürger ebenfalls auf der städtischen Internetseite oder beim Team der Abfallberatung unter Telefon 06181 400-431.


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