Nachbarschaftliches Zuckerfest

Rüdigheim
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Drei syrische Familien, die gemeinsam in einem Haus in Rüdigheim wohnen, luden Anfang Juni – mit Unterstützung des Neuberger Willkommenskreis Asyl - zum Zuckerfest ein, um nicht nur das Ende des Fastenmonats Ramadan, sondern auch das friedliche und nachbarschaftliche Miteinander in einer kleinen aber feinen Runde in der hiesigen Flüchtlingsunterkunft gebührend und bodenständig zu feiern.

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Mit dem Fest des Fastenbrechens, auch Eid al-Fitr, Eid Mubarak oder Zuckerfest genannt, beenden Muslime weltweit den Fastenmonat Ramadan. Je nach Land und Region dauern die Feierlichkeiten zwei bis drei Tage. Nicht ganz solange dauert die gemeinsame Feier im Neuberger Ortsteil Rüdigheim. Von 19.00 Uhr bis zum Anbruch der Dunkelheit saßen die syrischen Familien nebst ihrer Kinder, den direkten Nachbarn sowie den Mitgliedern des Willkomenskreises zusammen, um zu essen, zu plaudern und sich austauschen. Zwischen 30 und 40 Neubergerinnen und Neuberger genossen – Tür an Tür - einen freudigen Abend, dem auch Bürgermeisterin Iris Schröder beiwohnte. Jede Menge leckere syrische und ausländische Speisen sowie gekühlte Getränke sorgten für einen einen launigen und friedlichen Abend. Ein schöner 5. Juni, den Jung und Alt dazu nutzen, sich auszutauschen, sich zu informieren und zu diskutieren. „Unser Credo“, holt der Flüchtlingsintegrationsbeauftragter der Gemeinde Neuberg, Jürgen Bergmann, zwischen dem Biss in den syrischen Kuchen und dem Nippen an seinem Wasser aus, „lautet seit jeher: Miteinander, statt übereinander zu reden. Die Initiative, das Zuckerfest in der Flüchtlingsunterkunft zu organisieren und die umliegenden Nachbarn einzuladen, stieß auf reges Interesse. Dies freut mich umso mehr, da sich dadurch nicht nur die Kulturen, sondern auch die Menschen von nebenan besser kennen und schätzen lernen.“

Geht es nach den beteiligten Familien und Nachbarn, soll das Zusammenkommen eine Fortsetzung finden, was Jürgen Bergmann nach dem neuerlichen Nippen an seinem Wasser unterstreicht: „Das Feedback aller war durch die Bank weg positiv. Nur durch den direkten Austausch schaffen wir es, Berührungsängste auf alle Seiten abzubauen und das Miteinander zu fördern. Ich möchte mich bei allen Beteiligten für ihren tollen Einsatz bedanken. Ich denke nicht, dass dies die letzte nachbarschaftliche Zusammenkunft und Feier gewesen wird.“ Sprach’s der Flüchtlingsintegrationsbeauftragte, um den letzten Bissen syrischen Kuchens mit einem Lächeln im Gesicht zu vertilgen.

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