Da war wieder ganz schön viel los im Main-Kinzig-Kreis: Die VORSPRUNG-Redaktion hat mit der Kamera viele wichtige Ereignisse im Main-Kinzig-Kreis begleitet und wünscht nun viel Spaß mit unserem Jahresrückblick 2017!
Nidderau
43. Silvesterlauf: Viele Teilnehmer bei idealen Bedingungen
Wieder einmal ein gelungener Jahresabschluss beim TV Oberrodenbach: Am 43. Silvesterlauf nahmen zirka 100 Läuferinnen und Läufer mehr als im Vorjahr teil, was vermutlich an den nahezu optimalen Bedingungen lag.
Gelnhausen: Daniel Glöckner neuer Bürgermeister
Daniel Glöckner wird neuer Bürgermeister von Gelnhausen. Bei der Stichwahl am Sonntag setzte sich der FDP-Kandidat mit 63,5 Prozent der abgegeben Stimmen gegen Kerstin Schüler von der SPD durch, die auf 36,5 Prozent kam. „Ich bin überwältigt“, kommentierte der 40-Jährige seinen deutlichen Wahlsieg, der ihm im dritten Anlauf den Chefsessel im Gelnhäuser Rathaus sichert. Die SPD machte für die Wahlniederlage die Kandidatur von zwei weiteren bisherigen SPD-Mitgliedern verantwortlich, die als parteilose Kandidaten antraten.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Gelnhausen
„Sweet Angela“ schallte es über den Obermarkt in Gelnhausen und die Bundeskanzlerin genoss sichtlich das Bad in der Menge: Zirka 3.000 Menschen verfolgten am 14. August 2017 den Wahlkampfauftritt der CDU-Vorsitzenden in der Barbarossastadt, darunter viele Neugierige, eine große Anzahl geladener Gäste der CDU, aber auch zwei Protestgruppen. Der vom CDU-Generalsekretär Dr. Peter Tauber, der in Gelnhausen sesshaft ist, möglich gemachte Besuch von Merkel dürfte dennoch als Erfolg verbucht werden.
Langenselbold: 1300 Heuballen in Flammen
Der Brand einer Feldscheune auf dem Tannenhof bei Langenselbold verursachte in der Nacht auf Freitag einen hohen Sachschaden. Menschen und Tiere kamen nicht zu Schaden. Die Feuerwehren aus Langenselbold und Ronneburg waren bis in den Vormittag hinein mit den Löscharbeiten beschäftigt. Der Brand im Heuballenlager wird voraussichtlich noch mehrere Tage lodern.
Hasselroth: Feldscheune steht in Flammen
Großeinsatz am frühen Sonntagmorgen in Hasselroth: Zwischen Niedermittlau und der Nachbargemeinde Freigericht stand eine Feldscheune in Flammen. Gegen 4.15 Uhr schlugen die Alarmmelder bei den Einsatzkräften an, das Gebäude stand da bereits in Vollbrand und konnte wegen der enormen Hitzeentwicklung nicht mehr betreten werden.
Gelnhausen: City-Center am 21. Februar 2017 in Flammen
Bei einem Großbrand in Gelnhausen am 21. Februar 2017 wurden der Dachstuhl und das Dachgeschoss eines Wohn- und Geschäftshauses in der Innenstadt komplett zerstört. 170 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst waren 20 Stunden mit der Brandbekämpfung beschäftigt.
Linsengericht: Dachstuhlbrand in Großenhausen
Großeinsatz am Sonntagabend in Linsengericht: Im Kapellenweg in Großenhausen war kurz vor 20 Uhr zunächst die Fassade eines Wohnhauses in Brand geraten und das Feuer dann auf den Dachstuhl übergegriffen. Die Löscharbeiten dauerten bis in die Nacht an.
Jugendzentrum Ronneburg: Röhrenhotels für Kurzurlauber
Test bestanden: Auf dem Gelände des Jugendzentrums Ronneburg sind fünf neue Röhrenhotels offiziell in Betrieb genommen. Der Kreisbeigeordnete Matthias Zach (Bündnis 90/Die Grünen) hat sich selbst von der neuen Übernachtungsmöglichkeit überzeugt. „Es war wunderbar“, berichtete er nach seiner ersten Nacht in einem der umgebauten Kanalrohre. Drei Meter lang, ein Durchmesser von 2,40 Metern, im Inneren zwei Einzelbetten und am Kopfende ein großes Fenster: 19 Euro kostet die Übernachtung pro Person in der Betonröhre, die vor allem Wanderern sowie Rad- und Motorradfahrern zukünftig ein Quartier bieten soll. „Wir befinden uns mit dem Jugendzentrum derzeit in einem Umwandlungsprozess und gehen auf die neuen Anforderungen beim Tourismus ein“, soll neben Gruppen und Schulklassen zukünftig auch Individualurlauber dort ein Angebot vorfinden.
Kinzigman 2016: Frey und Kuhn die Gewinner
Premierenerfolge beim Kinzigman 2016: Mit Henning Frey (54:41 Minuten) aus Mömbris und der Mainzerin Nina Kuhn (58:57) strahlten zwei neue Gesichter ganz oben auf dem Siegertreppchen. Bei besten Bedingungen wurde am Sonntag von der 6. Auflage des Freiwasser-Triathlons rund um den Kinzigsee in Langenselbold ein Teilnehmerrekord gemeldet, auch das Zuschauerinteresse war wie bereits in den Vorjahren groß. Die Organisatoren ernteten von den Startern jedenfalls erneut viel Lob für die Veranstaltung.
Rasthof Langen-Bergheim: Großkontrolle von Polizei und Zoll
„Bremsschreibe durchgebrochen“, wurde bei einem türkischen Lkw bereits nach kurzer Kontrolle festgestellt, damit war die Fahrt vorerst beendet: Das war nur eine von zahlreichen Beanstandungen, die am Dienstag bei einer Großkontrolle von Polizei und mehreren Behörden auf dem Rasthof Langen-Bergheim festgestellt wurden. In Fahrtrichtung Hanau an der A45 hatten sich die Ordnungshüter platziert und insbesondere den gewerblichen Güter- und Schwerverkehr unter die Lupe genommen.
Proteste gegen Rechtsextreme in Büdingen
Deutliches Zeichen für ein weltoffenes Büdingen und gegen Rassismus in der Region: Zirka 1.000 Bürgerinnen und Bürger haben am Samstag trotz Dauerregen den Aufmarsch von Rechtsextremen in der Wetterau mit Protesten begleitet. Hunderte Polizisten verhinderten einen direkten Kontakt der Teilnehmer beider Kundgebungen, trotzdem wurden insgesamt neun Personen verletzt, darunter sechs Polizisten. Zudem wurden mehrere Personen vorläufig festgenommen.
„Es war ein Fest! Büdingen hat Gesicht gezeigt. Wir waren um die 1.000 Menschen, die ganz klar zum Ausdruck gebracht haben, dass Nazis und Rassisten bei uns in Büdingen nichts zu suchen haben“, brachte Manfred Scheid-Varisco noch am Samstagabend auf seiner Facebook-Seite seine Freude über die große Beteiligung zum Ausdruck. Er hatte für den SPD-Ortsbezirk Kernstadt Büdingen die Veranstaltung „Gesicht zeigen - Büdingen weltoffen - Kein Platz für Nazis“ auf dem Parkplatz Großendorf angemeldet und organisiert. Dort versammelten sich bereits zwei Stunden vor dem Aufmarsch der Rechtsextremen viele Bürgerinnen und Bürger, zu den Rednerinnen gehörte unter anderem die Bundestagsabgeordnete Bettina Müller (SPD) aus Flörsbachtal.
Um 17 Uhr positionierten sich dann die Rechtsextremen in der parallel verlaufenden Bahnhofstraße, angeführt von Melanie Dittmer, einer bundesweit bekannten Aktivistin der rechten Szene. Sie hatte ursprünglich einen Fackelzug durch Büdingen beantragt, der Hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel dies allerdings kurzfristig auf Antrag der Stadt hin untersagt. Büdingens Bürgermeister Erich Spamer wurde daher via Mikrofon von Dittmer wüst beschimpft und beleidigt. Als sich die zirka 150 Rechtsextremisten in Bewegung setzten, versuchten einige von ungefähr 300 Personen, die die Polizei der autonomen Szene zurechnete, auf die Strecke zu gelangen. Noch zuvor hatte eine Gruppe junger Männer eine Polizeiabsperrung in einer Seitenstraße gestürmt, dabei flogen Flaschen, mindestens eine Person wurde festgenommen.
Der Aufmarsch der Rechtsextremen durch das Büdinger Stadtgebiet verlief dann zunächst ohne weitere Zwischenfälle, wurde aber von teils heftigen Beschimpfungen durch Anwohner begleitet, die ihre Köpfe aus den Häusern steckten. Direkt gegenüber standen sich beide Seiten dann am Stadteingang von Büdingen: Die Polizei hatte zuvor bereits die Route der Rechtsextremen abgekürzt, ein Hubschrauber kreiste über der Stadt, zwei Wasserwerfer und ein Räumfahrzeug fuhren auf. Doch es blieb bei Wortgefechten, „Nazis raus“ war zuvor bereits auf Transparenten zu lesen und dann auch lautstark zu hören.
Fazit nach einem stundenlangen Ausnahmezustand am Samstag in Büdingen: Die befürchteten bürgerkriegsähnlichen Verhältnisse blieben aus, dass Geschäftsleute ihre Läden vorzeitig geschlossen und teilweise sogar die Schaufenster mit Holzlatten abgesichert hatten, war angesichts der befürchteten Auseinandersetzungen allerdings nachvollziehbar. Bei der Bevölkerung stieß der Aufmarsch vor allem auf Unverständnis. Eine Büdingerin, die das Geschehen in in der Innenstadt mit ungläubigen Blicken beobachtete: „Womit haben wir das hier nur verdient?“
Neue Bahnüberführung in Hasselroth freigegeben
Es dauerte nur wenige Minuten, da war auf der neuen Bahnüberführung im Hasselrother Ortsteil Niedermittlau nach der offiziellen Freigabe schon richtig viel Verkehr: Nach einer für ein derartiges Großprojekt schnellen Bauzeit von zwei Jahren, allerdings einer dafür umso längeren, jahrzehntelangen Planung wurde das Brückenbauwerk über die Bahnstrecke Frankfurt/Fulda am Freitag offiziell freigegeben.
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