Hirtengassenfest – heiß bis in die späte Nacht

Eichen
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Die Freude und Erleichterung ist allen Organisatorinnen und Organisatoren des traditionellen und schon zum Kult gewordenen Hirtengassenfestes in Eichen anzumerken.

180 Jahre besteht die Concordia 1842 Eichen. Seit 1994 wird das Hirtengassenfest, bis auf die letzten beiden Jahre, gefeiert. Lange waberte die bange Frage, ob das Fest in diesem Jahr wieder aufgenommen werden kann. „Es ging ja nicht nur um Corona“, erklärte Romy Nickel, die neue 1. Vorsitzende des Vereins. „Die Höfe der Anwohnerinnen und Anwohner sind beschaulich und romantisch und laden gerade bei solchen hochsommerlichen Temperaturen wie in diesem Jahr zum Verweilen und Feiern ein, doch es bedarf großer Anstrengungen und fachlicher Kenntnisse, die Infrastruktur für ein Fest für 200-300 Besucherinnen und Besucher auf die Beine zu stellen. Das meiste Wissen liegt bei unseren Männern. Diese sind nicht mehr die Jüngsten“, erzählte sie weiter. „Umso erstaunlicher ist es, wie es ihnen auch dieses Jahr gelungen ist, gemeinsam die Zelte aufzubauen, den Strom aus Elfriede Schäfers Hof anzuzapfen und zu verlegen, den Toilettenwagen zu installieren und vieles mehr.“

Dann war es so weit. Um kurz nach fünf trödelten die ersten Gäste ein, ließen den Nachmittag bei einem kühlen Glas Bier oder einem Gespritzten ausklingen und genossen den Abend bis spät in die Nacht bei leckerem Essen der Metzgerei Schäfer aus Ostheim und den köstlichen, von den Sängerinnen und Sängern selbst zubereiteten, Salaten.

Der 2. Vorsitzende Sam Pfeifer begrüßte den SPD-Bundestagsabgeordneten Lennard Oehl, Bürgermeister Andreas Bär (SPD) und Ersten Stadtrat Rainer Vogel (Grüne) zum großen Fassbieranstich. „Schön war es und ein Kompliment an die Concordia Eichen und alle helfenden Hände für einen schönen Abend. Getränke, Essen, Cocktails, Musik und schöne Begegnungen: Es ist immer wieder toll zu sehen, was alles Gutes entstehen kann, wenn man gemeinsam daran arbeitet“, bedankte sich der Bürgermeister. Er lachte verschmitzt: „Dass unser direkt gewählter Bundestagsabgeordneter Lennard Oehl beim Fassanstich den Zapfhahn entzwei geschlagen hat, schiebe ich auf sein Alter und die damit verbundene Power. Unser Erster Stadtrat Rainer Vogel konnte dafür anschließend mit seiner Routine unterstützend eingreifen“. Das Bier floss jedenfalls alsdann und wurde sogar eigenhändig vom Bürgermeister mit Unterstützung des Mädchens Loreley den oft schon betagten Gästen kredenzt.

Die Stunde der Jungen kam beim fetzigen und vielseitigen Musik-Mix von DJ Surter & Neuer, der im Hof der Familie Wern/Lendr zum Tanz in der Gasse aufspielte. Zu später Stunde wurde kräftig mitgesungen. Die Kassiererin des Vereins, Dorina Köhler und ihr Team kamen manchmal kaum mit dem Mixen der Cocktails hinterher. Sie wurde nicht müde, die jungen Menschen für die offene Schnupper-Chor-Stunden am 12. Und 19. September zu animieren. „Ich wünsche mir, dass noch mehr Leute in meinem Alter bei uns mitsingen“, sagte sie. „Egal, ob im Männerchor oder im gemischten Chor. Singen ist einfach toll. Man kann aus seiner Stimme Selbstvertrauen schöpfen, es fördert das Gemeinschaftsgefühl, baut Stress ab, macht einfach glücklich“, resümiert sie. Man nimmt es ihr ab, wenn man in ihre lächelnde Miene schaut.

Wolfgang Wiegand aus dem Vorstand freut sich, dass der neue, von ihm sehr geschätzte Dirigent, Simon Zellmann, nun auch beim gemischten Chor angekommen ist. „Es macht Spaß, mit ihm zu singen“, sagt er. Seine Ausstrahlung, seine Jugend, sein musikalisch vielfältiges Talent laden ein, mitzumachen“. Dem widerspricht auch Frank Beutler nicht. „Dennoch ist es kein gemachtes Nest, in das junge Leute sich setzen können, um einfach nur zu singen und Spaß zu haben. Die Chöre müssen neu aufgebaut werden. Wie am Beispiel des Hirtengassenfestes, wünschen wir uns Chöre, die alle Generationen miteinander vereinen. Bei der Literatur soll für jeden was dabei sein. Wir brauchen Erneuerung. Im Vorstand sind wir bereit, uns auf neue Ideen einzulassen und engagierte junge Menschen zu unterstützen“, sagt er. Das bekräftigt Romy Nickel. Sie rät, mit zwei, drei Freundinnen oder Freunden jeweils ab 19 Uhr (gemischter Chor) bzw. 20.30 Uhr (Männerchor) in die Nidderhalle zu kommen. „Wenn sie ein bisschen Geduld mitbringen, wenn es nicht gleich hundertprozentig läuft,“ sagt sie, „klappt das schon. Auch Chöre sind lernende Organisationen. Es hat 180 Jahre lang geklappt und wird es auch zukünftig tun. Jedenfalls haben schon einige junge Leute versprochen im nächsten Jahr beim Aufbau des Hirtengassenfestes am 11. August mitzuhelfen. Das ist ein mutmachendes Zeichen.“

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