Mit dem Einzug des goldenen Herbstes hat im Eichener Wald eine wichtige Pflegeaktion stattgefunden: Insgesamt 73 Nistkästen wurden von engagierten Helferinnen und Helfern der Vogelschutzgruppe gereinigt und für die kalte Jahreszeit vorbereitet.
Mit dem Einzug des goldenen Herbstes hat im Eichener Wald eine wichtige Pflegeaktion stattgefunden: Insgesamt 73 Nistkästen wurden von engagierten Helferinnen und Helfern der Vogelschutzgruppe gereinigt und für die kalte Jahreszeit vorbereitet.
Zwischen raschelndem Laub, vielen Pilzen, moosbedeckten Baumstämmen und dem sanften Licht der Herbstsonne wurde nicht nur aufgeräumt, sondern auch gestaunt – denn viele der kleinen Behausungen waren bewohnt. Bereits am 3. Oktober 2025 fand die erste Reinigungsaktion auf den Streuobstwiesen am Neuwiesengraben statt. Die Vorfreude war groß, nun auch im Wald zu sehen, wie gut die Nistkästen in der Brutsaison 2025 angenommen wurden.
Die Reinigung der Nistkästen ist ein fester Bestandteil des Naturschutzkalenders im Eichener Wald. Sie dient nicht nur der Hygiene, sondern auch dem Erhalt der Artenvielfalt. Alte Nester können Parasiten beherbergen und den Bruterfolg im kommenden Frühjahr gefährden. Deshalb werden die Kästen jährlich im Herbst geöffnet, gesäubert und auf Schäden überprüft. „Es ist immer wieder spannend zu sehen, wer sich in den Kästen eingenistet hat“, berichtet ein Mitglied des örtlichen Naturschutzvereins. Neben den erwarteten Spuren von Meisen, Kleibern, Rotkehlchen und anderen Singvögeln fanden sich in diesem Jahr auffällig viele Hinweise auf tierische Untermieter anderer Art.
In sieben Nistkästen hatten sich Waldmäuse einquartiert. Die kleinen Nager nutzen die verlassenen Vogelwohnungen als sicheren Rückzugsort für den Winter. Mit Moos, Gras und Federn hatten sie sich gemütliche Nester gebaut – ein faszinierender Einblick in das Leben nach der Brutzeit. Die Mäuse sind clevere Nachnutzer, sie profitieren von der geschützten Lage der Kästen und nutzen sie als Winterquartier. Die Funde zeigen, wie wichtig solche Strukturen für das gesamte Ökosystem Wald sind – nicht nur für Vögel, sondern auch für viele andere Tiere. Selbstverständlich wurden diese Kästen behutsam wieder verschlossen, um die Untermieter nicht zu stören. In unserer Dokumentation sind sie für eine Reinigung nach dem Winter vorgemerkt.
Ein besonders herbstliches Detail: In einem Nistkasten fanden die Helfer ein kleines Vorratslager mit Eicheln. Offenbar hatten sich die Mäuse bereits auf die kalte Jahreszeit vorbereitet und ihre Wintervorräte angelegt. Die Eicheln lagen sorgfältig gestapelt in einem Nistkasten – ein eindrucksvolles Beispiel für den Überlebensinstinkt der Waldbewohner. Mit einer Belegungsquote von rund 75 % war die Brutsaison 2025 ein voller Erfolg. Die kontinuierlichen Bemühungen, geeignete Nistplätze zu schaffen, tragen Früchte – wortwörtlich. Gleichzeitig bietet der herbstliche Wald mit seiner Farbenpracht und dem Duft nach feuchtem Laub eine stimmungsvolle Kulisse für diese sinnstiftende Arbeit.
"Bis auf wenige Kästen, die in den kommenden Wochen noch gereinigt werden, ist die diesjährige Aktion abgeschlossen. Die Nistkästen sind nun bereit für den Winter – und für neue Bewohner im kommenden Frühjahr. Ein kleiner, aber bedeutender Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt in unserer Region. Vielen Dank an alle Helfer und Unterstützer! Mit Eurem Einsatz und der Bereitschaft den Natur- und Umweltschutz zu unterstützen, haben wir eine weitere sehr gute Grundlage für eine erfolgreiche Brutsaison geschaffen. Wer mehr über die unterschiedlichen Arten von Nistkästen erfahren und diese auch vor Ort einmal ansehen möchte, ist herzlich bei uns im Verein willkommen. Nette Gespräche in lockerer Runde finden an jedem dritten Donnerstag eines Monats bei unserem Stammtisch auf dem Vereinsgelände „Im Wiesengrund 29 in 61130 Nidderau“ statt. Aktuell läuft auch wieder unsere Sammelbestellung bei Schwegler. Wer sich anschließen möchte, kann Vogelfutter und professionelle Futterbehälter mitbestellen – diese werden wir in diesem Winter erstmals auf unserem Gelände aufhängen", so die Vogelschützer Eichen.











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