Bei bestem Wetter und starkem Wind begrüßte Ortsvereinvorsitzende Gaby Hohmann die Teilnehmenden und freute sich über das große Interesse an der lokalen Energiewende.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der kleine Windpark bei Erbstadt. Erster Stadtrat Rainer Vogel (Grüne) gab einen Rückblick auf die Historie des Windparks und ordnete dessen Bedeutung für die Entwicklung der erneuerbaren Energien in Nidderau ein. Im Anschluss erläuterte er ausführlich die Planungen zum Repowering. Die bestehenden Anlagen sollen durch moderne, deutlich leistungsstärkere Windräder ersetzt werden.
"Das Repowering bedeutet für Nidderau einen echten Quantensprung: Mit wesentlich höherer Effizienz und Leistung können künftig rechnerisch rund 20.000 Haushalte mit sauberem Strom versorgt werden – ein Vielfaches der bisherigen Stromproduktion. Damit leistet Nidderau nicht nur einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz, sondern stärkt auch seine Rolle als Vorreiterkommune in der Region. Neben den ökologischen Vorteilen wurden auch die finanziellen Effekte deutlich herausgestellt. Durch höhere Erträge aus der Stromproduktion profitieren Kommune und Region unmittelbar – etwa über Gewerbesteuereinnahmen und Beteiligungsmöglichkeiten – auch für Bürger*innen direkt. Diese zusätzlichen Mittel schaffen finanzielle Spielräume für wichtige kommunale Aufgaben, Investitionen in Infrastruktur, Bildung und soziale Projekte. Gleichzeitig bleibt die Wertschöpfung vor Ort, was die regionale Wirtschaft stärkt", so die Nidderauer Grünen.
Tim Koczkowiak, ehemaliger Fraktionsvorsitzender, erläuterte die planungsrechtliche Begleitung des Repowering und ging auf die Herausforderungen des Netzausbaus ein. Der Ausbau der Windenergie erfordere leistungsfähige Netze sowie intelligente Speicherlösungen, um Versorgungssicherheit und Netzstabilität dauerhaft zu gewährleisten. Er machte deutlich, dass moderne Speichertechnologien und eine vorausschauende Netzplanung entscheidend für das Gelingen der Energiewende seien.
Alois Müller, Grüner Stadtverordneter, unterstrich die Bedeutung solcher Informationsveranstaltungen: „Das Repowering zeigt, wie effizient moderne Windenergie heute ist. Wenn wir sachlich informieren und transparent über Chancen und Herausforderungen sprechen, können wir Mythen und Vorurteile abbauen. Die Energiewende ist nicht nur ökologisch notwendig – sie ist auch wirtschaftlich vernünftig und stärkt unsere Stadt langfristig.“
Im Anschluss an die fachlichen Beiträge nutzten viele Teilnehmende die Gelegenheit zu Fragen und einem intensiven Austausch. Bei Kaffee – stilecht mit Strom aus einem Elektroauto zubereitet – und frischen Quarkbällchen klang die Veranstaltung in entspannter Atmosphäre aus. Die Nidderauer Grünen zeigten sich sehr zufrieden mit der großen Resonanz. Das Repowering der Erbstädter Windräder sei ein starkes Signal für eine klimafreundliche, wirtschaftlich stabile und zukunftsfähige Entwicklung Nidderaus.



Kommentare
Ein Kohlekraftwerk wird 50 Jahre alt, bei guter Wartung.
Frage für einen Freund..
Der verstorbene ehemalige Bürgermeister Otfried Betz (SPD) hat bereits an der 90er-Jahre das Projekt initiiert und auch in die mittelfristige Regionalplanung einfließen lassen. Doch was ist daraus geworden? Grüne onkologisch angehauchte Kommunalpolitik verweigert mit ihrem Anhängsel, sprich SPD Nidderau - heute-, eine sinnvolle und zukunftsweisende Erweiterung vom Stadtteil Eichen.
Als früheres SPD-Mitglied, sowie ehemaliges Mitglied der FWG Nidderau und ehemaliges Magistratsmitglied habe ich die Diskussion miterleben müssen. Auch die unsägliche, von den Grünen entfachte Diskussion über die "Schlangenbrücke". Das hat uns Bürger/innen in Nidderau richtig viel Geld gekostet. Aber was machen den Grünen schon ca. 300.000,- € für Planungs- und Genehmigungskosten aus? Ist ja nicht ihr Geld!
Mit so einer Einstellung ist auch das Projekt "Sprung über die B521" zu sehen. Der ehemalige Bürgermeister war zu Beginn seiner Amtszeit für dieses Projekt, musste dann auf betreiben des SPD-Ortsvereins umschwenken und sich der Grünen-Linie anpassen. Heute ist er Vorstandsmitglied im Rhein-Main-Regionalverband und mit mitverantwortlich für mittel- und langfristige Planung von Baugebieten im Rhein-Main-Gebiet. Ein Schelm der dabei etwas schlechtes denkt und das Projekt "Sprung über die B521" in den Müll wirft.
Ich bin sicher, dass Gerhard Schultheiß für den Vorstand vom Rhein-Main-Regionalverband positive Einflüsse geben wird; aber das Projekt "Sprung über die B521" wird, wahrscheinlich, nicht von ihm präferiert.
Was letztendlich aus dem Projekt "Sprung über die B521" wird steht in Sternen. Tatsache ist, dass es Zeit wird für einen Neuanfang. Gehen Sie am 15.03.2026 wählen. Aber bitte nicht Die Grünen, SPD oder AfD.