"Ein Beleg dafür, dass Nidderau wächst und seine Infrastruktur ausbaut. Grund also zum Feiern oder etwa nicht?", so die CDU in einer Pressemitteilung.

Und weiter: "Anlass für etwaige Verstimmungen kommen ausgerechnet von Bürgermeister Andreas Bär (SPD). Obwohl immer noch in der Wiedereingliederung und damit eingeschränkt arbeitsfähig nutzte er auch diese Feier für Angriffe auf die Opposition. Denn die seien trotz Bedenken und Widerstände in der Planungsphase nun doch zur Richtfestfeier gekommen, um den Erfolg mitfeiern zu können. So in etwa der Bürgermeister in seinem Grußwort. Doch stimmt das? War die CDU wirklich gegen das Kita-Projekt? Oder richteten sich ihre Bedenken, zusammengefasst in einem Antrag in der Stadtverordnetenversammlung im Februar 2023, nicht doch nur gegen die Größe des Projektes. Eine fünfgruppige Kita, deren Bedarf jedenfalls zurzeit weit überzogen ist und mit deutlich mehr als einem Dutzend Erzieherinnen, die auf dem Arbeitsmarkt derzeit wohl kaum zu finden sind, lässt an einer vorausschauenden Planung unter wirtschaftlichen Aspekten zweifeln - jedenfalls nach Ansicht der CDU."

Zweifel würden erst recht aufkommen, wenn man einen Blick auf die 13 Wohnungen werfe, gegen die CDU von Anfang an Bedenken geäußert habe: "Aus Sicht der Planer im Rathaus sollten diese Erzieherinnen als Anreiz angeboten werden, um ihnen so die Wohnungssuche zu erleichtern. Doch ist dies überhaupt möglich? Rund 10 Millionen Euro wird der Bau voraussichtlich kosten. Ein großer Teil, wohl möglich ein Drittel dürfte dabei für die Wohnungen draufgehen. Das wäre ja noch hinzunehmen, wenn die Wohnungen großzügig ausgefallen wären. Doch aufgrund der baulichen Gegebenheiten ist ein sehr großzügiger Flur entstanden, die Wohnungen hingegen teilweise klein und verwinkelt. Sollten die Mieten an den Baukosten ausgerichtet werden, dann sind sie unbezahlbar. Also muss die Stadt sie subventionieren, sollen sie als Lockmittel für die Erzieherinnen weiterhin eingesetzt werden. Das gesamte Projekt in seiner Größe und seiner Ausführung wird damit zu einem wirtschaftlichen Fass ohne Boden – so wie die CDU von Anfang gewarnt hatte. Warum also diese Seitenhiebe des Bürgermeisters bei dem Richtfest? Offensichtlich gehören Voraussicht und Wirtschaftlichkeitsberechnungen nicht zu seinen Kompetenzbereich, wie es sich auch bei der Flüchtlingsunterbringung wieder deutlich zeigt. Auch da werden – wenn überhaupt - wieder Entscheidungen getroffen, die nicht nachvollziehbar oder zumindest nicht wirtschaftlich sind.`"

Die CDU fordert deshalb von der Rathausspitze und von den sie stützenden Fraktionen eine Politik, die vorausschauend, transparent und vor allem bürgernah ist: "Unpassende Seitenhiebe wie die bei dem Kita-Richtfest in Heldenbergen erschweren hingegen das notwendige Zusammengehen in herausfordernden Zeiten."


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